Grosses Interesse an der Interpack 2011
>> Die Vorzeichen der Interpack 2011, Fachmesse der internationalen Ver- packungsbranche und der verwandten Prozessindustrie, sind positiv: Erwartet werden etwa 2700 Aussteller aus 60 Ländern, die das Düsseldorfer Messe- gelände voll belegen werden. Gezeigt werden Verpackungs- und Prozesslösungen für Unternehmen aus den Bereichen Nahrungsmittel und Getränke, Süss- und Backwaren, Pharma und Kosmetik, Non-Food, Konsum- und Industriegüter sowie Packstoffe, Packmittel und deren Herstellung.
Anbieter zum Thema

joe. Vom 12. bis 18. Mai wird die alle drei Jahre stattfindende Interpack Processes and Packaging 2011, die bedeutendste internationale Fachmesse der Verpackungsbranche und der verwandten Prozessindustrie, in Düsseldorf über die Bühne gehen. Die erwarteten rund 2700 Aussteller werden etwa 174 000 m2 Nettofläche belegen und mit 19 restlos belegten Hallen für eine Vollauslastung des Messegeländes sorgen. Den Löwenanteil der Fläche beanspruchen mit zehn Hallen Unternehmen, die Prozesse und Maschinen zum Verpacken anbieten, gefolgt von den Packstoffen, Packmitteln und der Packmittelherstellung in mehr als vier Hallen. Ein Wachstum gegenüber der Vorveranstaltung 2008 konnten die Prozesse und Maschinen für Süss- und Backwaren verbuchen: Die entsprechenden Unternehmen belegen nun die Hallen 1 bis 4 komplett. Einzelne Aussteller aus allen Angebotsbereichen werden sich darüber hinaus im Freigelände der Messe präsentieren.
Die letzte Interpack im Jahre 2008 zählte 2746 Aussteller aus 60 Ländern sowie 171 073 Besucher, letztere mit einem Auslandsanteil von 60 Prozent.
Zukunftsorientierte Sonderveranstaltungen im Fokus
Die Interpack unterstreicht ihre führende Stellung als internationale Leitmesse nicht nur durch den grossen Zuspruch der Aussteller, sondern präsentiert auch zukunftsorientierte Sonderthemen. Auf die Besucher warten neben dem «Innovationparc Packaging» in diesem Jahr erstmals auch die «Metal Packaging Plaza» sowie eine Sonderschau und ein Kongress zum Thema «Save Food».
«Innovationparc Packaging» mit erweitertem Konzept
Nach der positiven Resonanz anlässlich der letzten Veranstaltung dürfen die Besucher nun auf das Thema «Quality of Life» gespannt sein, das inhaltlich in Zusammenarbeit mit den Partnern European Retail Institute (EHI), Pan-European Brand Design Association (PDA), dem Zukunftsinstitut sowie Unternehmensvertretern gestaltet wird. Ausserdem werden Best-Practice-Beispiele von nachhaltigen Verpackungen in einer praxisnahen Umgebung gezeigt. So wird die Sonderschau zu einer Art Mall mit verschiedenen Shops. Eine Liste der beteiligten Unternehmen und Verbände findet sich unter www.interpack.com.
Neu: Metal Packaging Plaza
Hier schafft die Messe einen neuen Treffpunkt der internationalen Metallverpackungsbranche und deren Zulieferer. Kern der Sonderschau ist eine Informationsplattform mit Hintergrundinformationen zu aktuellen Fachthemen.
Um diesen Bereich präsentieren sich insgesamt rund 40 Unternehmen mit ihren innovativen Verpackungslösungen aus Metall.
«Save Food»
Dieses Thema beschäftigt sich mit der Frage, wie die einzelnen Elemente der Wertschöpfungskette rund um Verpackung, Produktion, Transport, Logistik und Handel einen positiven Beitrag im Kampf gegen das Problem der weltweiten Nahrungsmittelverluste leisten können. Die Messe erarbeitet das Sonderthema in Zusammenarbeit mit der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und den Trägerverbänden der Interpack. Im Vorfeld wurden von der FAO drei Studien erstellt, die am 16. und 17. Mai im Rahmen eines hochkarätigen Kongresses vorgestellt werden (Congress Center Ost, Messe Düsseldorf).
Nachhaltigkeit, Sicherheit und Convenience im Fokus
Auf der bedeutendsten Verpackungsmesse der Welt zeichnen sich drei Trendschwerpunkte ab, die für nahezu die gesamte Branche relevant sind: Nachhaltigkeit, Sicherheit und Convenience. Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur Schlagwort, sondern auch Wettbewerbsfaktor. Nachhaltigkeit bei der Produktion bedeutet, alle Massnahmen zu ergreifen, die den Einsatz von Prozess- und Betriebsmitteln, Energie und Material reduzieren.
Verpackungen sorgen darüber hinaus für Verbrauchersicherheit durch lückenlose Nachverfolgbarkeit der verpackten Güter wie etwa pharmazeutischer Produkte oder Nahrungsmittel. Im Verpackungsmaschinenbau spielt Hygienic Design von Maschinen unter der Minimierung mikrobiologischer Risiken und der Prämisse der einfachen Reinigung eine immer grössere Rolle.
Dem schon lange anhaltenden Trend zu mehr Convenience muss sich die Verpackung beispielsweise durch leichte Handhabbarkeit oder kleinere Gebindegrössen anpassen. Für den Verpackungsmaschinenbau bedeutet dies eine steigende Nachfrage nach Anlagen, die bei kurzen Umrüstzeiten eine Vielfalt von Packstilen verarbeiten können und rasche Produkt-, Mengen- und Formatwechsel ermöglichen.
Angebotsschwerpunkte im Überblick
Die Interpack bildet die ganze Wertschöpfungskette ab: von der Herstellung und Veredelung von Packgütern und Verpackungsmaterial über das Verpacken und die Distribution bis hin zur Qualitätssicherung und dem Verbraucherschutz. Im Einzelnen sind dies:
- Prozesse und Maschinen einschliesslich Robotersystemen und kompletten Verpackungslinien für das Verpacken von: Nahrungsmitteln und Getränken, Pharmazeutika und Kosmetik, Konsumgütern (Non-Food), Industriegütern
- Packstoffe, Packmittel und Packmittelherstellung
- Prozesse und Maschinen einschliesslich Logistik zur Herstellung und Verarbeitung von Süss- und Backwaren
- Dienstleistungen
Im Trend: «Smart Packaging»
Neueste Verpackungen benötigen bei besserer Stabilität nicht nur weniger Material – integrierte Mikrochips wie Zeit-Temperatur-Indikatoren geben zudem jederzeit Auskunft über den Qualitätszustand des Produkts. Aktive Systeme können die Qualität des Füllguts während der Lagerung sogar noch verbessern. Für die Produkthersteller dürfte «Smart Packaging» daher ein grosses Thema werden.
Weil immer mehr Verbraucher Wert auf gesunde und grüne Produkte mit Zusatznutzen legen, rechnen Experten mit einem starken Wachstum des Smart-Packaging-Marktes. Ein US-Marktforscher schätzt, dass der weltweite Umsatz mit intelligenten Verpackungen von 2010 bis 2015 um jährlich 8,2 Prozent steigen wird. Wobei die Analysten neben den Farbetiketten auch die Radiofrequenztechnik (RFID) auf dem Vormarsch sehen.
Die Industrie sieht grosses Potenzial in den Chips und treibt ihre Entwicklung voran. Die Organic Electronics Association (OE-A) zum Beispiel, eine Arbeitsgruppe im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), arbeitet an der Kommerzialisierung druckbarer organischer Elektronik. Maschinenbauer wie Verpackungsspezialisten und deren Zulieferer spekulieren darauf, dass der Bedarf der Industrie an Smart Packs kräftig anzieht, und investieren in die Erweiterung ihres Produktportfolios. Auch auf der Interpack wird die «kommunizierende Verpackung» ein wichtiges Thema sein. <<
(ID:26642310)
