Hocheffiziente Elektromotoren: Umstellung steht bevor
Nach dem 16. Juni 2011 dürfen Maschinenbauer nur noch hocheffiziente Motoren mit dem Mindestwirkungsgrad IE2 verbauen. Die neue EU-Richtlinie 2005/32/EG gilt für Niederspannungs-Asynchronmotoren zwischen 0,75 und 375 kW. Durch den geringeren Stromverbrauch sinken Kohlendioxidemissionen und Betriebskosten. Siemens bietet alle gesetzlich betroffenen Motorreihen an und unterstützt beim Umstieg.
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Ab dem 16. Juni 2011 dürfen nach der EU-Richtlinie 2005/32/EG nur noch hocheffiziente 2- bis 6-polige Drehstrom-Asynchronmotoren in den europäischen Markt gebracht werden. Sie müssen mindestens die Wirkungsgradklasse IE2 (IE: International Efficiency) erfüllen, die der bisher höchsten europäischen Wirkungsgradklasse EFF1 entspricht. Hocheffiziente Motoren haben einen bis zu sieben Prozent höheren Wirkungsgrad als Standardmotoren, das heisst, weniger Strom wird für die gleiche Leistung benötigt. Da die Antriebstechnik gut zwei Drittel des industriellen Stroms verbraucht, lässt sich dadurch viel Kohlendioxidausstoss vermeiden.
Gleichzeitig sinken für den Anwender die Betriebskosten, wodurch sich der Mehrpreis für den höheren Wirkungsgrad schon nach kurzer Zeit amortisiert. So kann der Betreiber pro Jahr etwa 100 Euro Energiekosten sparen, wenn er sich für einen 4-poligen 2,2-kW-Motor der Wirkungsgradklasse IE2 statt eines IE1-Motors entscheidet. Bei Dauerbetrieb und etwa acht Cent Energiekosten pro kWh sind die Mehrkosten schon nach etwa einem Jahr abgegolten. Der Austausch wird durch gleiche Gehäuseabmessungen von IE1- und IE2-Motoren erleichtert.
Siemens bietet alle gesetzlich betroffenen Motorreihen an und hat kurze Lieferzeiten für Standard-Katalog-Motoren. Ausserdem wird der Anwender mit Dokumentationen, zum Beispiel Datenblättern, und Online-Tools wie dem DT-Konfigurator oder dem Energiesparprogramm Sinasave unterstützt.
