IBM und ETH bauen Nanotech-Center

Redakteur: Redaktion SMM

Vor rund einem Jahr haben das IBM Forschungslabor und die ETH Zürich eine strategische Partnerschaft im Bereich der Nanowissenschaften angekündigt. Zentrales Element der Zusammenarbeit

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Vor rund einem Jahr haben das IBM Forschungslabor und die ETH Zürich eine strategische Partnerschaft im Bereich der Nanowissenschaften angekündigt. Zentrales Element der Zusammenarbeit ist der Bau eines neuen Forschungslabors für Nanotechnologie auf dem Gelände der IBM in Rüschlikon. Nun haben Vertreter der beiden Institutionen den Grundstein für dieses zukunftsweisende neue Gebäude gelegt. Rund 400 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft wohnten dem Anlass bei. In seinem Grusswort betonte der Zürcher Regierungsrat Dr. Thomas Heiniger: «Der Grundstein für das gemeinsame Nanotech-Labor von ETH Zürich und IBM, den wir heute legen, ist ein weiterer Meilenstein für die Profilierung unseres Kantons als weltweit führender Forschungs- und High-Tech-Standort. Solche mutigen Investitionen sind die beste Antwort auf die schwierige Wirtschaftslage, in der wir uns derzeit befinden.»

Hervorgehoben wurde die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie. Diese schaffe die Voraussetzungen für Innovation und Wachstum. Dr. Matthias Kaiserswerth, Direktor des IBM Forschungslabors Zürich, unterstrich in seiner Rede: «Wir sind überzeugt, dass die Probleme unserer Welt nicht im Alleingang gelöst werden können, sondern nur durch Zusammenarbeit und Partnerschaften. Die Präsenz von hervorragenden wissenschaftlichen Institutionen sowie hoch spezialisierten und starken Industrien machen die Schweiz zu einem idealen Standort für Kollaboration.»

Das gemeinsame Nanotech-Labor soll das Zusammenwirken und den Austausch von talentierten und engagierten Wissenschafterinnen und Wissenschaftern über verschiedene Disziplinen hinweg fördern. Dies bildet den Nährboden für Inspiration und Kreativität und damit die Basis für gute Ideen, neue Ansätze und bahnbrechende Forschungserfolge.

Eine Zusammenarbeit im neuen Nanoscale Exploratory Technology Laboratory steht auch weiteren interessierten Partnern aus Wissenschaft und Industrie offen. Mit der EMPA ist bereits ein erster externer Partner gefunden.

Das neue Forschungszentrum wird mit rund 6000 m2 auf vier Ebenen eine Forschungsumgebung auf dem neuesten Stand der Technik bieten. Kernstück des Gebäudes wird ein fast 900 m2 grosser Reinraum sein, der mit mehr als 50 zum Teil massgeschneiderten Instrumenten ausgestattet wird. Der Neubau wird zudem über Speziallabors für extrem sensitive Messungen und Experimente verfügen. Diese sind durch eine dreifache Abschirmung vor sämtlichen äusseren Einwirkungen wie Erschütterungen, elektromagnetischen Feldern oder Temperaturschwankungen geschützt.

Mit dem neuen Nanotech-Labor sind die ETH Zürich und IBM auf dem Weg, die Nanotechnologie auf die nächst höhere Stufe zu heben. Forschungsschwerpunkte der beiden Institutionen reichen von Projekten zur Grundlagenforschung bis hin zu angewandter Forschung. Bereiche für gemeinsame Forschung umfassen u.a. kohlenstoffbasierte Materialien, Nano-Photonics, Spintronics, Nanodrähte und Tribologie.

Informationen IBM Forschungslabor Zürich8803 RüschlikonTel. 044 724 8111www.zurich.ibm.com