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Mehr als die Summe seiner Teile
Bei der Auswahl der passenden Lineareinheit für das Sechs-Achs-Positioniersystem waren verschiedene Aspekte relevant. Von zentraler Bedeutung waren unter anderem die Baulänge sowie das Antriebskonzept. Aus Platzgründen kommt das Modul 160/15 G zum Einsatz. Die maximale Verfahrgeschwindigkeit beträgt fünf Meter in der Sekunde. Sein Aufbau besteht aus einem Doppelhohlkörperprofil, zwei Führungen und zwei Zahnriemen. Die Variante «G» zeichnet sich dadurch aus, dass diese mit zwei unabhängig voneinander verfahrbaren Schlitten ausgestattet ist. Dabei werden zwei Zahnriemen über zwei Motoren angetrieben. Das spart erheblich Bauraum. «Um die Taktzeit zu erhöhen, hätten zwei Lineareinheiten nebeneinander angeordnet werden müssen. Durch das innovative Antriebskonzept beim Modul 160/15 G genügt eine Einheit», erläutert Hettich. Die Lineareinheit ist so positioniert, dass die Greifer, welche auf den beiden Schlitten befestigt sind, abwechselnd in die Mitte fahren und die Zellen aufnehmen. Damit sie anschliessend exakt in der richtigen Lage auf der Transporteinheit zur Lötanlage abgelegt werden können, setzt IEF-Werner auf das Modul 68 D. Diese präzise lineare Verstelleinheit mit Zahnriemenantrieb ist mit einer als Hohlwelle ausgeführten Drehachse ausgestattet. Das Drehmoment des Motors wird über ein Riemengetriebe auf die Drehachse übertragen. Um den Verfahrbereich zu überwachen, sind die Endlagen der Linearachse und der Dreheinheit mit integrierten induktiven Näherungsschaltern versehen, die auf einen gemeinsamen Stecker geführt sind. Zusätzlich zu dieser elektrischen Überfahrsicherung besitzt dieses Modul Dämpfungselemente als Auffahrsicherung. Der Drehwinkel liegt bei 440 Grad – bei maximaler Wiederholgenauigkeit. Die Komponente ist leicht und besonders kompakt. In die Hohlwelle lassen sich ausserdem die Pneumatikschläuche und Steuerungskabel integrieren.
Das Sechs-Achs-Positioniersystem hat die Aufgabe, die Solarzellen, die von einem zentralen Zuführband linear und getaktet ankommen, aufzunehmen, auszurichten und auf zwei parallelen, nachfolgenden Bändern abzulegen. Dazu werden die Positionsdaten der Solarzellen von einem Kamerasystem erfasst und über die Maschinensteuerung an das Positioniersystem übermittelt. Dieses kann somit die Solarzellen lagerichtig und präzise auf dem nachfolgenden Band ablegen. Parallel dazu wird der Anlage das Lötbändchen zugeführt und mit Flussmittel benetzt. Im folgenden Lötprozess werden Solarzelle und Lötbändchen miteinander verbunden.
Alles aus einer Hand
IEF-Werner lieferte das komplette System. Dazu gehörten nicht nur die Linear- und die Verstelleinheit, sondern auch das passende Untergestell, Energieführungen, Motoren, Verkabelung und Verschlauchungen. «Die Lösung lässt sich einfach in die vorhandene Montageanlage integrieren. Es müssen lediglich die Kabel angeschlossen werden», äussert Bernd Hirzler, Konstruktionsleiter bei Somont, zufrieden. Bedient wird das Sechs-Achs-Positioniersystem zusammen mit der kompletten Montageanlage über die vorhandene Maschinensteuerung von Somont. «Das war der Wunsch des Kunden», erklärt Hettich. «Bei Bedarf liefern wir natürlich mit unserer PA-Control-Touch auch ein passendes Steuerungssystem.» Der Anwender kann aber grundsätzlich selbst entscheiden, welchen Anteil er beisteuern möchte und welche Komponenten IEF-Werner integriert. «Ob Lineareinheit, Greifer, Motoren oder eben die Steuerung – wir liefern alles aus einer Hand. Und die Systemkomponenten erfüllen genau die individuellen Anforderungen. Komponenten von der Stange sind immer seltener gefragt», erläutert er die Marktsituation. <<
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