Individuelle Anwendungs-Lösungen

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Kompakte 5-achsige Maschine

Die Xion-II5AX präsentiert sich tatsächlich enorm kompakt. Dank fünfachsiger Simultanbearbeitung können komplexeste Werkstücke gefertigt werden. Während des SMM-Besuchs wurde ein kleiner Impeller mit cirka 15 mm Durchmesser aus dem Vollen gefräst. Dank 40000er-Spindel und HSK-E32-Aufnahme können selbst mit kleinsten Werkzeugen noch gute Zerspanraten und perfekte Oberflächengüten erzielt werden. Für eine hohe Dynamik sorgen robuste Kugelrollspindeln in den Linearachsen und zwei Direktantriebe in den beiden Rund- und Schwenkachsen. Um eine hohe Präzision zu gewährleisten, verfügt die Maschine über integrierte Direktmesssysteme.

Stichwort Individualisierung

Stichwort der diesjährigen Hausausstellung war Individualisierung. Eine Anpassung der Maschinen an die jeweiligen Kundenbedürfnisse. Solche Anpassungen reichen von einer Hochfrequenzspindel in axialer Richtung auf einer Citizen K12-VII über eine einfache Entladeeinrichtung bis hin zu einem Zusatzsteuerschrank mit SPS-Steuerung und drei Antriebseinheiten für HF-Spindeln. Zu sehen war auch ein vollautomatisiertes Bearbeitungszentrum von Okuma per Knickarmroboter. R. Häusler betont in diesem Zusammenhang, dass Suvema in diesem Sektor langjährige Erfahrung hat und dies dem Stand der Technik entspricht.

In diesem Zusammenhang erwähnt R. Häusler, «dass derzeit einige Projekte laufen, bei denen ältere Fertigungsmethoden durch neue ersetzt werden. Konkret werden beispielsweise drei Arbeitsgänge auf einen zusammengelegt werden. Wo früher drei Maschinen benötigt wurden (Drehen, Fräsen, Bohren, Verzahnen), wird das heute auf einer multifunktionellen Maschine erledigt.»

Neue Aufträge im Bereich Automotive

Im Zusammenhang mit dem oben erwähnten wirtschaftlichen Aufschwung sieht R. Häusler auch den Aspekt, dass einige grosse Automotive-Zulieferer bereits wieder neue Aufträge in der Schweiz erteilt haben. Bedeutende Hersteller vergeben gerade bei Neuentwicklungen die Fertigung zuerst in die Schweiz im Vorfeld der Massenproduktion. Das liegt daran, dass die Schweizer Unternehmen zum einen über eine sehr hohe Flexibilität und zum anderen über ein ausgezeichnetes Know-how verfügen.

Apropos Wirtschaft, der Medizinalbereich läuft nach Aussage von R. Häusler nach wie vor sehr gut. Auch hier wird intensiv an Optimierungslösungen gesucht. Wobei R. Häusler betont, dass die Fertigung im Bereich der Medizinalfertigung sehr unterschiedlich realisiert wird. Je nach Teil, Umsatz, Komplexität erweist sich eine Fertigungsmethode als eine optimale Lösung. Knochenplatten beispielsweise sollten in einer Aufspannung fertig bearbeitet werden, denn Umspannen ist hier praktisch nicht möglich.

AutorMatthias Böhm, Chefredaktor SMM

InformationSuvema AGGrüttstrasse 1064562 Biberist Tel. 032 674 41 11Fax 032 674 41 10 info@suvema.ch www.suvema.ch

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