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Outsourcing mit Ausrichtung auf die jeweiligen Kernkompetenzen
Die detaillierte Untersuchung der Prozesse machte deutlich, dass eine Erfüllung der Anforderungen auf Produktionsseite nach Just-in-time-Transporten beziehungsweise Just-in-sequence-Belieferungen aufgrund der fehlenden Transparenz in der Lieferkette kaum möglich war. Durch den hohen Anteil der Frei-Haus- Sendungen konnten die Zulieferströme nicht gebündelt werden, folglich kam es zu vielen Rampenkontakten im Produktionswerk. Diese Situation wurde begleitet von einer hohen Anzahl Lieferverzögerungen und einem ebenso hohen Kommunikationsaufwand für die Mitarbeiter der Beschaffung mit externen Ansprechpartnern. Ein ähnliches Bild bot die Distributionslogistik.
Nach einer umfassenden Analyse entschloss man sich zu einer kompletten Neukonzeption der logistischen Prozesse. Ein wesentlicher Bestandteil war hier der Aufbau einer strategischen Partnerschaft zwischen dem Maschinenhersteller und der Gondrand-Gruppe. Es erfolgte zudem das Outsourcing von Logistikdienstleistungen mit der konsequenten Ausrichtung auf die jeweiligen Kernkompetenzen der Partner. Als vernetzter Dienstleister übernahm Gondrand sämtliche Prozesse der Beschaffung und Distribution in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber.
Beschaffungs- und Distributionslogistik integriert
Der Aufbau eines Transshipmentpoints (TSP) in unmittelbarer Nähe des Produktionswerkes bildete den konzeptionellen Schwerpunkt. Durch die werksnahe Etablierung dieser Lager minimiert sich der Aufwand im Werk durch die Reduzierung von Anfahrstationen pro LKW. Im TSP werden zudem Zulieferungen konsolidiert und auf die einzelnen Abladestellen im Werk vorkommissioniert.
Der TSP wird durch Gondrand betrieben und fungiert als Konsolidierungspunkt für Ein- und Ausgangsfrachten sowie als Zwischenlager für Produktionsteile und Fertigerzeugnisse. Durch die Bündelung der Eingangssendungen über das Gondrand-Netzwerk können die Stückgüter bedarfsgerecht per Shuttle-Transport angeliefert und sequenzgenau in die Produktion beziehungsweise Montage eingespeist werden. Auch für den Versand von Fertigmaschinen wird der Transshipmentpoint eingesetzt. Es erfolgt wiederum die Konsolidierung von Teilladungen, welche gegebenenfalls zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt in das Transportnetzwerk eingespeist werden. Per Direkttransport werden Komplettladungen vom Werk an die Kunden versandt.
Bestätigte, offene Bestellungen bei den Lieferanten werden in der Beschaffung konsolidiert und an den Disponenten im TSP übermittelt. Hier wird die Feinabstimmung der Abrufe mit den Lieferanten durchgeführt und Abweichungen proaktiv an das Werk gemeldet, damit gegebenenfalls Modifikationen im Produktionsprogramm veranlasst werden können. Jeweils am Tag vor Verbau der entsprechenden Teile erfolgt der Lieferabruf vom TSP. Dieser Prozess gilt auch für die Distributionslogistik. Für die Entladung und Einbringung sowie Verpackung der Maschinen stehen Spezialisten zur Verfügung. Zusätzlich bietet eine internetbasierte Plattform die notwendige Transparenz und Geschwindigkeit, Informationen zu übermitteln und Prozesse zu überwachen.
Positive Erfahrungen mit dem Pilotprojekt
Durch die nachhaltig erhöhte Transparenz in der Lieferkette konnten Materialbestände im Werk signifikant reduziert und die Liefertreue deutlich verbessert werden. Die integrierte Abwicklung von Beschaffung und Distribution über den TSP führte zu einer Verbesserung der Lieferqualität mit weniger Personalaufwand und einer erheblichen Reduzierung der Fracht- und Prozesskosten. Die überaus positiven Erfahrungen mit dem Pilotprojekt veranlassten den Kunden, die Partnerschaft mit Gondrand auf weitere Standorte auszudehnen. Heute ist der Logistikdienstleister mit diesem Konzept an sechs Produktionsstandorten international tätig.
InformationGondrand AGUferstrasse 704019 BaselTel. 061 285 33 33Fax 061 281 41 33info@gondrand.chwww.gondrand.ch
