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Kompakt und funktionssicher
Die Bestückung der fertig bedruckten Glastastaturen erfordert einiges an Know-how. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bedienteilen mit kapazitiven Sensorfeldern, die über Flachbandkabel mit einer externen Elektronik gekoppelt werden, sitzen die Elektronikteile hier direkt auf der Rückseite der Glasplatte. Der feste Sitz der SMD-Bauteile auf den Silberleitbahnen erlaubt zum einen eine deutlich kompaktere Bauform gegenüber Lösungen mit zusätzlicher Platine. Zum anderen ist eine so aufgebaute Schaltung entschieden robuster gegenüber mechanischen Einwirkungen und wegen der kurzen Leitungslänge auch gegen elektrische Störungen.
Da alle Daten direkt auf der Platte ausgewertet werden, sind nur wenige Übergangskontakte zur restlichen Geräteelektronik nötig. Das erhöht die Zuverlässigkeit deutlich. Das Glas übernimmt die Funktion der sonst nötigen zusätzlichen Elektronikplatine, daher ist das Verfahren auch noch ressourcenschonend. Das funktionsfertige Panel ist als Komplettmodul ohne weiteren Bestückungsaufwand in die jeweilige Anwendung integrierbar.
Spezielles Bestückungsverfahren
Für die Herstellung der Glaseingabesysteme wurde ein spezielles Bestückungsverfahren entwickelt. Dieses ermöglicht, alle Bauteile für die kapazitive Auswertung sicher auf dem Silberlayout an der Glasrückseite aufzubringen. Zusätzlich erlauben die kurzen Signalwege, in Verbindung mit der ausgeklügelten Signalauswertung, auch leichteste Berührungen der Sensorfelder zuverlässig zu erkennen. Eine integrierte Hintergrundbeleuchtung verbessert die Bedienbarkeit der Eingabefläche. Für Anwendungen, die taktile Strukturen erfordern, beispielsweise um im Dunkeln nach Gefühl zu bedienen, können in die Glasoberfläche zusätzlich taktile Flächen für die Fingerkuppen eingeschliffen werden. Ein genauer Funktionstest nach der Bestückung gewährleistet die absolut fehlerfreie Schaltsicherheit aller Glaseingabesysteme.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
Die flachen Eingabe- und Bediensysteme eignen sich für vielerlei Anwendungen in Bereichen, bei denen es beispielsweise auf Resistenz gegen Chemikalien und Abrieb ankommt. Der Einsatzbereich deckt viele Anwendungen in der Medizin und Lebensmitteltechnik, bei der Gebäudeautomation oder in Sanitäreinrichtungen ab. Der immer noch hochmoderne Uralt-Werkstoff Glas schützt dabei die Elektronik vor allen Umgebungseinflüssen und lässt sich leicht reinigen. Durch die automatisierte Herstellungsweise über Farb- und Leiterbahndruck in Verbindung mit der neuen Bestückungstechnik können auch kleinere Serien zuverlässig gefertigt werden. Der Anwender erhält so ein individuell gestaltbares Produkt mit einem zeitlos brillanten Aussehen.
Autoren
Hendrik Bergau, Produktmanager bei LNT
Dipl. Chem. Andreas Zeiff, Redaktionsbüro Stutensee
Information
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