Intermess Dörgeloh AG: Ehrgeizige Zielsetzung in der Unfallprävention
>> Vom 18. bis 21. Oktober 2011 wird die A+A in Düsseldorf ihre Tore öffnen. Es ist die international führende Veranstaltung für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Für die Präsentation des neuen Ausstellungsbereichs «Katastrophenschutz» vor den Fachmedien hat die Schweizer Vertretung der A+A, die Intermess Dörgeloh AG, einen der populärsten Katastrophenschützer unseres Landes eingeladen: den Urner Franz Steinegger.
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her. Das Ziel ist klar gesteckt: Mit ihrer seit 2007 greifenden Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz möchte die Europäische Union bis zum Jahr 2012 einen Rückgang der Arbeitsunfälle um ein Viertel erreichen. Wenngleich in der Vergangenheit schon enorme Fortschritte realisiert werden konnten, ereignen sich europaweit immer noch jedes Jahr vier Millionen Unfälle am Arbeitsplatz. Sie verursachen Kosten in der Höhe von 4% der weltweiten Bruttoinlandprodukte. Die Verbesserungen hinsichtlich des Arbeitsschutzes und der Arbeitsbedingungen sind ungleich über die einzelnen Länder, Wirtschaftszweige, Unternehmen und Kategorien von Arbeitnehmern verteilt. Deshalb werden europaweit nationale Strategien und Massnahmen umgesetzt, die der landesbezogenen Situation spezifisch entsprechen.
Vom 18. bis 21. Oktober 2011 wird demnach bei der A+A in Düsseldorf, der internationalen Leitmesse für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, der Endspurt eingeläutet im Hinblick auf die ehrgeizige Zielsetzung der EU für 2012. Denn die A+A ist im Zwei-Jahres-Turnus der zentrale Treffpunkt für marktführende Unternehmen, Fachbesucher sowie nationale und internationale Institutionen. Keine andere Branchenveranstaltung bietet einen derart kompletten Überblick über neueste Produkte und Services und setzt durch den Austausch unter Experten so viele fachliche Impulse wie die A+A. Selbst in der Phase der Wirtschafts- und Finanzkrise erreichte die A+A Topwerte – mit mehr als 1500 Ausstellern aus 62 Nationen und gut 56 000 Fachbesuchern sowie 5000 Kongressteilnehmern bei der letzten Durchführung im Jahr 2009. Das Zielpublikum der Veranstaltung sind vor allem Sicherheitsingenieure und -beauftragte, Betriebsingenieure, Betriebschemiker, Brandschutzbeauftragte, Kader der Berufs- und Werksfeuerwehren, Katastrophenschutzverantwortliche, Planer sowie Entscheider und Einkäufer aus der Industrie.
Die Messe gliedert sich in die Themenschwerpunkte:
- Persönlicher Schutz (u. a. persönliche Schutzausrüstungen, Corporate Wear/ Corporate Fashion, sichere Geräte und Einrichtungen)
- Betriebliche Sicherheit (u. a. Brandschutz, betrieblicher Umweltschutz, Mess- und Regeltechnik)
- Gesundheit bei der Arbeit (z. B. Arbeits-, Umwelt- und Reisemedizin, Prävention, Arbeitsgestaltung/Ergonomie).
Als neues eigenständiges Messethema wird in diesem Jahr der «Katastrophenschutz» hinzukommen. Hierbei geht es vor allem um spezielle Ausrüstungen wie Notfallmedizin, technische Hilfsmittel, ABC-Schutz, Dekontaminationstools sowie Leit-, Melde- und Informationstechnik, welche ein optimales Handeln in Krisensituationen ermöglichen.
Gelassenheit und heiterer Fatalismus
Katastrophen können aber nicht mit guten Mitteln alleine bewältigt werden. Einer, der das aus eigener Erfahrung bestätigen kann, ist der Urner Franz Steinegger. Die Liste der Tätigkeiten des ehemaligen Nationalrats und Bundesratskandidaten ist lang, viele haben mit dem Thema Sicherheit und Unfallschutz zu tun. So ist er u.a. Vizepräsident des Stiftungsrats der Schweizerischen Rettungsflugwacht und präsidiert seit 1991 den Verwaltungsrat der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA. Als Leiter des Urner Krisenstabes bei den Unwetterkatastrophen von 1977 und 1987 erwarb er sich den Beinamen Katastrophen-Franz. «Krisenbewältigung gelingt nur mit Gelassenheit und einem gewissen Mass an heiterem Fatalismus», beschreibt Franz Steinegger sein persönliches Rezept. Die Grundsätze des Krisenmanagements sind für ihn eine aktive Nachrichtenbeschaffung, sich genügend Zeit einzuräumen für die Lagebeurteilung und «Einfachheit in die Situation reinbringen». Und das Wichtigste: «Ereignisse halten sich nicht an Checklisten, die Lage diktiert die Massnahmen». Dies habe auch das jüngste Ereignis in Japan wieder gezeigt, denn «das Land war schlicht nicht vorbereitet auf diese Überlagerung von Ereignissen und das Ausmass der Katastrophe».
Diskussionsforum für Sicherheit und Gesundheit
Der parallel stattfindende A+A-Kongress ist das grösste Diskussionsforum Europas für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Er wird organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Zu den internationalen Programmbestandteilen des A+A-Kongresses zählt 2011 auch wieder die internationale Veranstaltungsreihe der International Labour Organization (ILO) sowie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA). Zahlreiche Programmelemente werden hierbei deutsch-englisch gedolmetscht. <<
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