Internationaler Treffpunkt der Intralogistikbranche

Redakteur: Hermann Jörg

>> Mit dem Schwerpunktthema «Sustainability in Intralogistics» geht die Cemat 2011, die weltweit bedeutendste Intralogistikmesse, vom kommenden 2. bis 6. Mai in Hannover an den Start. In einem konjunkturell erstarkenden Umfeld werden rund 1100 Aussteller auf einer Ausstellungsfläche von 80 000 m2 ihre Innovationen präsentieren. Nachhaltige Produkte und Systemlösungen aus den Bereichen Materialfluss und Logistik stehen im Fokus der Messe.

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Zur letzten Cemat 2008 kamen mehr als 35 Prozent der Besucher aus dem Ausland. (Bild: Deutsche Messe AG)
Zur letzten Cemat 2008 kamen mehr als 35 Prozent der Besucher aus dem Ausland. (Bild: Deutsche Messe AG)

joe. Seit der ersten eigenständigen Veranstaltung 2005 (bis dahin jeweils im Rahmen der Hannover Messe) gilt die lediglich alle drei Jahre stattfindende Cemat unumstritten als die internationale Leitmesse der Logistikbranche.

Mit dem Schwerpunktthema «Sustainability in Intralogistics» startet nun die Cemat 2011 am 2. Mai in einem günstigen konjunkturellen Umfeld. Die Logistikbranche erwartet nach Rückgängen in den letzten beiden Jahren für das laufende Jahr ein deutliches Umsatzplus.

Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen investieren vermehrt im Bereich Logistik, speziell in der Intralogistik, davon wird die Messe wohl massgeblich profitieren können.

Deutlich mehr als 1000 Aussteller werden ihre Innovationen auf einer Ausstellungsfläche von etwa 80 000 m2 präsentieren (2008: 1040 Aussteller, 18 aus der Schweiz). «Damit bleibt die Cemat weltweit die Nummer eins im Markt», sagt dazu Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG. Die Besucherzahl dürfte in einer ähnlichen Grössenordnung liegen wie zur letzten Messe 2008 (58 000 Besucher aus 37 Ländern).

Unverändert hohe Internationalität

Die Aussteller nutzen diese globale Plattform, um ihre Weltneuheiten einem internationalen Publikum zu präsentieren. Mehr als 35 Prozent der Besucher kommen jeweils von ausserhalb Deutschlands, von den Ausstellern sogar rund die Hälfte. Aussteller kommen vor allem aus Italien, China, den Niederlanden, Grossbritannien, Schweden, Spanien, Frankreich, Belgien, Österreich, Finnland und der Schweiz. «Der hohe internationale Anteil auf Aussteller- und Besucherseite unterstreicht die hohe internationale Bedeutung der Messe für die Branche», resümiert Gruchow.

Bewährtes Ausstellungsspektrum

Die Branche hat die Phase der Krise für Forschung und Entwicklung genutzt. Davon wird die Messe profitieren. Viele Aussteller werden Weltneuheiten sowie Innovationen präsentieren und damit den Ruf der Cemat als bedeutendste Intralogistikmesse festigen.

Die Struktur der Cemat hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Auf dem Freigelände und in den Hallen 12, 13, 25, 26 und 27 präsentieren die Aussteller die gesamte Bandbreite der Intralogistik.

Hallen 13, 27

  • Komplette Anlagen, Systeme und Zubehör, Stetigförderer, Roboter-Logistik

Halle 12, Freigelände

  • Krane, Hebebühnen, Hubarbeitsbühnen, Hebezeuge, Hafenlogistik

Halle 27

  • Logistik-Steuerung, Auto-ID-Systeme, Software, Hardware, Dienstleistungen, E-Logistik, Beschaffung

Halle 13

  • Lagersysteme und -technik, Betriebseinrichtungen

Hallen 25, 26, Pavillons 32–35, Freigelände

  • Flurförderzeuge und Zubehör, Hafenumschlagstechnik, Transportsysteme

Halle 12

  • Kommissionier- und Verpackungstechnik, Transportdienstleistungen, Verladetechnik, Kontraktlogistik, Telematik, Finanzierung, Logistikimmobilien, Logistik-Standorte.

Sustainability in Intralogistics

Das Thema Nachhaltigkeit ist vor dem Hintergrund steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie der aktuellen Klimadebatte auch für die Intralogistik eine Herausforderung. Deshalb wurde zur diesjährigen Messe das übergeordnete Thema «Sustainability in Intralogistics» gewählt. Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang verstanden als Gleichgewicht zwischen ökologischem Anspruch, ökonomischem Erfolg und sozialer Verantwortung.

«Die Intralogistik bietet technische Lösungen an, die mit weniger Energieeinsatz grössere Leistungen erreichen und die helfen, Verpackungsmüll zu reduzieren, Arbeitsplätze humaner zu gestalten und physische Arbeitsbelastungen zu reduzieren. Wir engagieren uns, in unserer Branche steckt viel Potenzial», sagt Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des Forums Intralogistik zum Thema.

Die wichtigsten Sonderveranstaltungen

Ein breites Spektrum an Sonderveranstaltungen, Verbandstreffen und Fachtagungen bietet Besuchern die Möglichkeit, sich über die Top-Themen der Branche vertieft zu informieren. Es sind dies unter anderen:

International Cemat Forum

Ein Höhepunkt der Rahmenveranstaltungen wird das erweiterte International Cemat Forum (ICF) sein. Erstmals organisiert die Bundesvereinigung Logistik (BVL) das ICF. Neben nachhaltigen technologischen Entwicklungen von intralogistischen Systemen decken die Vorträge die gesamte Themenbreite logistischer Operationen ab. Sie reichen von der Gestaltung sicherer und zuverlässiger Lieferketten über die Distribution in Transportnetzwerken bis hin zum Terminalbetrieb in intermodalen Hubs. Beim Umschlag von Ladungsträgern und der Produktionsversorgung wird insbesondere der Beitrag von technischen Systemen zur nachhaltigen Gestaltung ganzer Wertschöpfungsketten vorgestellt. Schwerpunktländer sind Brasilien, China, Indien, Russland und die USA.

Hafenforum «Green Logistics für die globalisierte Wirtschaft»

Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) veranstaltet gemeinsam mit dem Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) erneut das Hafenforum in der Robotation Academy auf dem Messegelände. In Vorträgen und Diskussionsrunden wird gemeinsam mit Experten aus der Wirtschaft, den Verkehrsträgern und den Häfen untersucht, welchen Beitrag die Hafenlogistik in See- und Binnenhäfen zur Entwicklung nachhaltiger Logistikketten leisten kann und wie die Handlungsfelder von Verladern, Spediteuren und Logistikanbietern durch solche Konzepte beeinflusst werden.

Verpackung und Auto-ID-Systeme

Die Sonderschau «Auto-ID und Verpackungslogistik» zeigt, welche Bedeutung die Integration von automatischen Identifikationsverfahren in die Verpackungslogistik hat. Neben der Darstellung des so erzeugten durchgehenden Informationsflusses und der damit verbundenen Optimierungspotenziale im Hinblick auf Rückverfolgbarkeit, Prozesstransparenz und Kosten erhält der Besucher einen Einblick in technische Umsetzungsmöglichkeiten. Dies umfasst insbesondere die Bereiche Primärverpackung, Transportverpackung, Ladeeinheitenbildung und -sicherung sowie Ladungsbildung und -sicherung.

Automatisierung in der Logistik

Das Konzept «Logistikfabrik» beinhaltet innovative Robotik- und Automatisierungslösungen, die über die gängigen Produktionsanwendungen hinausgehen und auch in schwierigen, zum Teil nicht standardisierten Logistikprozessen adaptiv eingesetzt werden können. Neben Automatisierungslösungen im Umfeld des Materialflusses wird synchron die Automatisierung des Informationsflusses betrachtet. Im Fokus stehen die hohen technologischen Anforderungen im logistischen Umfeld sowie die Flexibilität und Skalierbarkeit der Lösungen.

Campus Intralogistik

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Technische Logistik (WGTL) ist neben dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) erneut Partner des Campus Intralogistik. Im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes wird das Innovationspotenzial der Branche im Zusammenspiel zwischen Industrie und Hochschulen aufgezeigt. In einem zentralen Forum sowie in dezentralen Vorträgen informiert die WGTL über aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Intralogistik. <<

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