Pneumatik Kaeser Kompressoren AG: Schlüssel zu mehr Druckluft-Effizienz

Redakteur: Hermann Jörg

>> Die Drucklufterzeugung bietet ein hohes Kostensparpotential, speziell bei der Steuerung und Regelung von Druckluftstationen. Als effizientes Druckluft-Managementsystem ist der Sigma Air Manager (SAM) in der Lage, einen Grossteil dieses Potentials auszuschöpfen. Übergeordnete Steuerung und Webserver in einem, trägt er wesentlich dazu bei, Verfügbarkeit und Energieeffizienz von Kompressorenstationen zu optimieren. Die jüngste SAM-Version kann das dank neuartiger adaptiver 3D-Regelung besonders gut.

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Der neue Sigma Air Manager sorgt für optimierte Verfügbarkeit, Betriebs- und Kostentransparenz von Druckluftsystemen. Seine adaptive 3D-Regelung berücksichtigt erstmals auch die bei der Steuerung von Kompressoren auftretenden Energieverluste und minimiert sie.
Der neue Sigma Air Manager sorgt für optimierte Verfügbarkeit, Betriebs- und Kostentransparenz von Druckluftsystemen. Seine adaptive 3D-Regelung berücksichtigt erstmals auch die bei der Steuerung von Kompressoren auftretenden Energieverluste und minimiert sie.
(Bild: Kaeser)

joe. Wie effizient die Drucklufterzeugung ist, entscheidet das Zusammenwirken aller in einer Kompressoren- oder Drehkolbengebläsestation installierten Komponenten. Dabei geht es im Wesentlichen um Betriebssicherheit, Druckluftverfügbarkeit und Energieeffizienz. Hier setzt der Sigma Air Manager an. Basierend auf einem leistungsstarken Industrie-PC steuert und überwacht er nicht nur die gesamte Station, sondern macht auch wesentliche Betriebsabläufe, Energieverbrauch und Kosten transparent. In seiner neuesten Version arbeitet das System mit einer innovativen, von Kaeser Kompressoren zum Patent angemeldeten adaptiven 3D-Regelung. Diese berücksichtigt erstmals in vollem Umfang alle bei der Steuerung von Kompressoren auftretenden, für die Optimierung der Energieeffizienz relevanten Einflussfaktoren.

Neue adaptive 3D-Regelung

Die neue Regelung minimiert erstens die mit Starts und Stillsetzungen der Kompressoren verbundenen Schaltverluste. Sie reduziert zweitens den zusätzlichen Energieaufwand für Druckflexibilität und sie minimiert drittens die Regelverluste in Form von Leerlauf- und FU-(Regel-)Verlusten.

Der SAM analysiert unter Berücksichtigung dieser drei Dimensionen ständig, mit welcher Steuerstrategie sich der erforderliche Energieeinsatz minimieren lässt, und steuert die Kompressoren entsprechend. So wird auch bei stark schwankendem Druckluftbedarf automatisch eine hervorragende Energieeffizienz erreicht. Als positiver Nebeneffekt wird auch die Schalthäufigkeit, das heisst die Anzahl der Starts, Last-/Leerlauf-Umschaltungen und Stillsetzungen deutlich reduziert.

Verbesserte Druckgüte

Zusätzlich strebt der Sigma Air Manager mit der neuartigen adaptiven 3D-Regelung eine verbesserte Druckgüte an. Entscheidend ist dabei, dass der Bedarfsdruck, den die Druckluftanwendung vorgibt, möglichst nie unterschritten werden sollte. Ein Problem bei der Einhaltung des Bedarfsdrucks war bei bisherigen Steuerungsverfahren zumeist die systembedingte Reaktionsträgheit von Kompressoren und Gebläsen, speziell in Form von Wartezeiten zwischen Startsignal und Förderbeginn.

Dies berücksichtigt die adaptive 3D-Regelung durch vorausschauende Schalthandlungen, die zudem adaptiv so optimiert werden, dass der Bedarfsdruck in bisher unerreichter Güte eingehalten wird.

Moderate Druckanstiege über den Bedarfsdruck hinaus sind für die meisten Anwendungen hingegen problemlos zulässig. Innerhalb dieses «Druckspielraums» optimiert die 3D-Regelung die Betriebsweise der Druckluftstation unter Berücksichtigung der oben genannten drei Dimensionen der Energieeffizienz. Starke Druckanstiege über den Bedarfsdruck hinaus treten nicht auf, da solche in der Summe dieser drei Dimensionen nicht energieeffizient sind.

Übersicht dank integriertem Webserver

Zur serienmässigen Ausstattung gehört die Datenvisualisierung «Sigma Air Control Basic». Der integrierte Webserver bereitet damit den aktuellen Status der Druckluftstation optisch als HTML-Seiten auf. Zu erkennen sind die Betriebszustände der Kompressoren oder Gebläse, der momentane Status des SAM-Bedienfelds, die Entwicklung des Netzdrucks während der letzten Betriebsphase sowie Wartungs- und Störungsmeldungen. Dazu genügen ein PC mit Web-Browser, ein analoges Modem und eine Telefonleitung oder ein Ethernetanschluss. Mit der optionalen Ausstattung «Sigma Air Control Plus» lassen sich rückwirkend bis zu einem Jahr zusätzlich kennwortgeschützte Daten aus dem SAM-Langzeitspeicher abrufen und grafisch darstellen. Neben Betriebs- und Energieverbrauchsdaten liefert das System auch einen detaillierten Kostenstellenbericht. Das schafft Betriebs- und Kostentransparenz und die Grundlage für umfassende Druckluft-Audits.

Auch für ältere oder Fremdanlagen

Zum Koordinieren der Wartung können ausserdem die Betriebsstundenzähler abgerufen werden. Einen besonderen Vorteil bietet die Darstellung der spezifischen Leistungen aller angeschlossenen Kompressoren oder Gebläse im Vergleich zu einem Referenzwert: Damit erkennt der Betreiber auf einen Blick, ob sich das Druckluftsystem energetisch im grünen Bereich befindet.

Natürlich lässt sich SAM auch in den Kaeser-Teleservice, eine Kombination aus Ferndiagnose und bedarfsgesteuerter Wartung, einbinden, was die Versorgungssicherheit nochmals erhöht. Das für insgesamt bis zu 4, 8 oder 16 Anlagen lieferbare System ist hochflexibel: Es regelt, analysiert und überwacht nicht nur neue Kaeser-Kompressoren und -Gebläse. Auch ältere Modelle, Anlagen anderer Hersteller und weitere Komponenten der Druckluftstation können eingebunden und wirtschaftlich angesteuert werden. <<

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