Korrosionsfreie Drahterosion

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Drahtschneiden ohne Korrosion und Leistungsverlust

Obwohl moderne Generatoren den elektrochemischen «Angriff» auf die Schneidkanten von Hartmetall-Stempeln und Matrizen beim Erodieren in Wasser klein halten, kann eine Korrosion des Hauptbindemittels Kobalt im Hartmetall nicht gänzlich verhindert werden.

Die Folge sind «Mikrorost» und Qualitätseinbussen an den Schneidkanten der Aktivteile von Werkzeugen der Stanzereitechnik. Das Wasserbad lässt sich jedoch aus wirtschaftlicher Sicht nicht einfach durch Öl ersetzen.

Bisher starker Leistungsverlust

Bisher kam es zu einem starken Leistungsverlust, wenn Öl bei Anwendungen in der Medizintechnik oder in der Uhrenindustrie gebraucht wurde. Den Schneidleistungsverlust konnte die Forschung bei GF Agie-Charmilles jüngst mit einem neuen Generator überwinden.

Damit ausgestattet wurde die seit der EMO 2009 bekannte hochgenaue Draht­erodiermaschine Cut 1000, die nun als Cut 1000 Oiltech verfügbar ist. Verkaufsingenieur Ronny Schroeder von der GF Agie-Charmilles: «Wir können jetzt die Technologie Drahtschneiden in Öl anbieten und bei Kunden mit einigen Vorteilen einsetzen - nicht nur für die Bearbeitung von Hartmetall, sondern auch von Stahl. Die Ölbadmaschine ist unsere Antwort auf die Anforderungen des Marktes.»

«Aufwand für das Läppen deutlich kleiner geworden»

Bei SFT wird schon seit 2006 mit der Maschine Vertex 1 und seit 2007 mit der Maschine Vertex 2F (beide mit Wasserbad) sehr genau erodiert. Roland X. Settele: «Nach wenigen Monaten Erfahrung mit der Cut 1000 Oiltech können wir jetzt schon sagen, dass der Aufwand für das Läppen deutlich kleiner geworden ist.»

Harald Kotz, verantwortlich für die Drahterosion bei SFT, weist auf die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der drei vorhandenen Schneiderodiermaschinen hin und betont: «Mit der OilCut schneiden wir hauptsächlich Hartmetall-Schneidplatten und Schneidstempel, weil wir hoffen, nicht nur das Läppen einzuschränken, sondern auch die Standzeiten unserer Werkzeuge weiter zu erhöhen. Es ist noch zu früh, alle Effekte zu bewerten. Wir merken aber auch, dass wir auf konstant gute Arbeitsergebnisse kommen.»

Max. Schneidhöhe: Noch Erfahrungen sammeln

An der maximalen Schneidhöhe, die etwa bei 40 mm liegt, muss bei der neuartigen Technologie noch Erfahrung gesammelt werden. Standardmässig wird bei SFT mit Drahtdurchmessern von 0,1 mm geschnitten. Damit werden Innenradien von 0,06 mm erzeugt. Auch hierin zeigt sich ein Vorteil: Im Ölbad wird mit kleineren Prozessabstände zwischen Draht und Werkstück gefahren. Zudem entstehen durch kleinere Schwingungen des Drahtes bessere Oberflächen als im Wasser.

Der Werkzeugbau bei SFT ist durch die 3D-CAD-Software «Cocreate Modeling» der Parametric Technology Corporation geprägt. Die CAM-Linie wird mit Peps von Camtek gefahren. Das Know-how der 35 Mitarbeiter und beste Herstellungsverfahren für die Folgeverbundwerkzeuge sorgen dafür, dass es in der Produktion von Kontakten und ähnlichen Teilen millionenfach ungestört «rattert». Das Drahtschneiden in Öl soll die Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit weiterhin stärken.

Information

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Anwender

SFT. X. Settele

Stanz- und Formtechnik GmbH & Co. KG

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Fax 0049 83 681 045

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