Salärumfrage STV 2010/2011 Krisenresistente Gehälter bei Ingenieuren und Architekten

Redakteur: Redaktions Team

Ingenieure und Architekten verdienen auch 2010 mehr als im Vorjahr – dies zeigt die neuste Salärerhebung von Swiss Engineering STV, an der sich rund 3800 Berufsleute beteiligten.

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Die Saläre von Ingenieuren und Architekten sind auch 2010 branchenübergreifend gestiegen, mit Ausnahme der krisengeschüttelten Maschinen- und Metallindustrie. Die grössten Zuwächse erzielten dabei die Ingenieure und Architekten aus den Bereichen Finanz und Dienstleistung. Zu den Spitzenreitern gehören neben der Finanzbranche mit jährlich 147'000 Franken die Telekommunikationsbranche (136'000 Franken), die Konsumgüterindustrie (134'000 Franken) und die Chemie- und Pharmabranche (131'000 Franken). Im Durchschnitt verdienen Ingenieure und Architekten rund 120'000 Franken – die Saläre der Frauen liegen mit 113'000 Franken noch etwas tiefer. Grosse Unternehmen bezahlen mehrMit der Grösse des Unternehmens steigen auch die Saläre – mit 128'000 Franken sind sie in Unternehmen mit mehr als 1000 Angestellten am höchsten. Weiterbildung scheint dagegen weitgehend unabhängig von der Firmengrösse zu sein. Allerdings sind in Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden fast doppelt so viele Ingenieure und Architekten mit Doktortitel angestellt als in Firmen mit weniger Mitarbeitenden. Erwartungen decken sichDieses Jahr fragte Swiss Engineering STV erstmals auch nach den gegenseitigen Erwartungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Geschäftsleitungsmitglieder schätzen bei ihren Mitarbeitenden dabei vor allem Analysefähigkeit, Belastbarkeit und Eigenmotivation, während für die Arbeitnehmer berufliche Perspektiven, vielseitige Arbeit und Wertschätzung im Vordergrund stehen. Übereinstimmung gab es bei der Bereitschaft zu Überstunden und der Möglichkeit zur eigenständigen Weiterentwicklung. Nicht vergütete Mehrarbeit von im Mittel 3 Stunden pro Woche gehört in allen Ingenieurbranchen zur Normalität. Dagegen spielen Bonuszahlungen, wie schon in den vergangenen Jahren, eine untergeordnete Rolle.