Künstliche Intelligenz

Maschine allein zuhause

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Wenn die KI den Betrieb der Anlage übernimmt

Von autonomen Systemen, wie sie hier skizziert wurden, ist man zwar noch etwas entfernt, doch der Weg von reiner Automatisierung, die über Leitsysteme gesteuert wird, hin zu denkenden und lernenden Systemen wird bereits begangen. Ziel ist eine KI, die Schlussfolgerungen zieht und die Systeme selbst optimiert, sodass ein autonomer Betrieb von Industrieprozessen möglich ist. Zur Einordnung der verschiedenen Möglichkeiten hat die Projektgruppe KI der Plattform Industrie 4.0 bereits eine Definition der KI-beeinflussten Autonomiestufen für die Industrie erstellt: Sie reicht von Stufe 0, in der der Mensch die volle Kontrolle hat, bis hin zum autonomen Betrieb in allen Bereichen in Stufe 5, bei dem der Mensch abwesend sein kann. Ab Stufe 3 übernimmt das System eine Überwachungsfunktion.

Download des Working Paper „Künstliche Intelligenz in der Industrie 4.0“ der Plattform Industrie 4.0

Solche autonomen Systeme, die auf industrieller KI basieren, sollen den Menschen am Ende nicht ersetzen, sondern die menschlichen kognitiven Fähigkeiten erweitern. Schon heute ermöglichen es Automatisierungssysteme, dass viele Abläufe und Prozesse unter normalen Bedingungen ohne menschliches Zutun ablaufen. So konnten sich Menschen weiterqualifizieren und sich auf die komplexeren und unstrukturierteren Aufgaben konzentrieren. In Zukunft sollen autonome Systeme die Betreiber dabei unterstützen, frühzeitig bessere Entscheidungen zu treffen. Dadurch wird das Fachpersonal von alltäglichen, sich wiederholenden Aufgaben entlastet und kann sich auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren. Kurzfristig werden Menschen und autonome Systeme zusammenarbeiten, wobei der Mensch die endgültige Entscheidung trifft.

Mit KI wettbewerbsfähiger sein

Was ABB betrifft, so will man zum einen über die ABB Ability Plattform mit Unterstützung von Partnern wie IBM, Hewlett Packard Enterprise, Microsoft und Dassault Systèmes Lösungen und Produkte für Kunden aus unterschiedlichsten Branchen anbieten: Das reicht von Produkten, die als „Datenlieferanten“ agieren (nicht invasiver Temperatursensor, Smart Sensor für Motoren), bis hin zur eigenen Cloud-Plattform. Zum anderen sieht man auch im eigenen Unternehmen Potenzial bei autonomen industriellen Anlagen. Christopher Ganz, Group Vice President für Service und Digital, Research & Development bei ABB: „In KI führend zu sein, heisst, wettbewerbsfähiger zu sein.“ Er weist auch auf die Grenzen hin: So braucht KI viele Daten für die Modelle, die aber nicht in ausreichender Qualität vorhanden sind; zudem kann sie nur das reproduzieren, was in den Daten während des Trainings erkennbar war. Auch den Menschen kann sie nicht ersetzen, denn sein „gesunder Menschenverstand“ ist unerreicht, wenn komplexe Schlussfolgerungen gezogen oder unbekannte Situationen angegangen werden müssen.

Bei ABB ist KI ein weiterer Baustein für eine Industrie 4.0, mit dem man bestehende Probleme auf eine neue Art und Weise angehen und lösen kann. So komplex das Thema auch ist: Das Unternehmen will für seine Kunden die Eintrittsschwelle möglichst niedrig halten – beispielsweise über den Smart Sensor, der Motordaten aufnimmt. Eine Zurückhaltung kann sich schnell nachteilig auf den Geschäftserfolg auswirken, denn wie die Unternehmensberatung PwC in ihrer aktuellen Studie „Künstliche Intelligenz in Unternehmen“ beschreibt: KI entwickelt sich zu einem Wachstumstreiber für Unternehmen, die entsprechend handeln.

Starthilfe für den Weg in die Digitalisierung

Die digitale Transformation stellt zahlreiche Unternehmen vor grosse Herausforderungen – vor allem dann, wenn bisher wenige Schritte in diese Richtung unternommen wurden. Sie sind entweder getrieben von ihren eigenen Kunden oder müssen sich für die Zukunft rüsten, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
Gerade dann, wenn Anwender einen Weg für ihre eigene digitale Transformation suchen, kann das ABB Ability Customer Experience (ACE) Center helfen. Mithilfe von Design-Thinking-Methoden werden in Co-Creation-Workshops Lösungen interdisziplinär aus Anwendersicht entwickelt. Dabei unterstützt das „Mixed Reality Lab“ ebenso wie der interaktive Showroom die Kunden, um möglichst schnell Konzepte zur Umsetzung zu entwickeln.
Zum Podcast des Hasso-Plattner-Instituts:„Unternehmen auf Innovationskurs bringen mit Design Thinking“

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal maschinenmarkt.vogel.de

* Weitere Informationen: Beate Höger-Spiegel, ABB Automation Products GmbH in 68526 Ladenburg, Tel. (0 62 03) 71-29 25, beate.hoeger-spiegel@de.abb.com

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