MEM-Industrie leidet unter Frankenstärke

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Rahmenbedingungen verbessern

Im Weiteren müssen die Rahmenbedingungen für die Industrie verbessert werden. Zwar wirkt dies nicht kurzfristig gegen die Frankenstärke. Es hilft jedoch, mittel- und langfristig die Attraktivität des Werkplatzes Schweiz zu erhöhen. Swissmem begrüsst deshalb das Vorgehen des Bundesrates und unterstützt insbesondere seine Absicht, die Innovationstätigkeit konsequent zu fördern, Massnahmen gegen die Hochpreisinsel Schweiz zu treffen sowie Abgaben und Kosten der Bürokratie zu reduzieren.

Frachtkräftemangel beseitigen

Um die Margenverluste kompensieren zu können, muss die Schweizer Industrie herausragende Innovationen schaffen. Diese sind nur mit qualifizierten Fachkräften möglich. Fachkräfte fehlen in der Schweiz in zunehmendem Masse. Der Schweizer Arbeitsmarkt kann die Nachfrage nicht decken. Die Personenfreizügigkeit mit der EU ist für die Industrie deshalb unerlässlich. Eine aktuelle Umfrage unter den Swissmem Mitgliedfirmen bestätigt, dass das Problem des Fachkräftemangels akut ist.

69% der antwortenden MEM-Unternehmen gaben an, dass ihnen heute Fachkräfte fehlen. Bei den Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden sind es gar 78%.

60% der Unternehmen bestätigten, dass der Fachkräftemangel die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens gefährde. Bei den grösseren Unternehmen sind es gar 67%.

Die Umfrageergebnisse bestätigen, dass die MEM-Unternehmen im EU-Raum vor allem hoch qualifizierte Personen suchen. Über zwei Drittel der befragten Firmen rekrutieren auf dem europäischen Arbeitsmarkt Personen mit Hochschulabschluss oder guter Fachausbildung. <<

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