MEM-Industrie verlängert GAV
Die Sozialpartner der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) haben beschlossen, ihren aktuellen Gesamtarbeitsvertrag um zweieinhalb Jahre bis 30. Juni 2013 zu verlängern.
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Die Vertragsverlängerung ist die gemeinsame Antwort der Vertragsparteien auf die ausserordentlich schwierige wirtschaftliche Lage, welche die MEM-Industrie in den letzten Monaten durchlaufen hat und soll gleichzeitig ein Zeichen des gegenseitigen Vertrauens in einem stark verunsicherten Umfeld sein.Die Vertragsparteien wollen damit ein positives Signal für die Zukunft der schweizerischen MEM-Industrie setzen, einen Beitrag für ihre Wettbewerbsfähigkeit leisten und die Chancen für die Beschäftigung auf dem Werkplatz Schweiz wahren.Der geltende Gesamtarbeitsvertrag der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (GAV der MEM-Industrie)zwischen dem ASM Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie (Swissmem) einerseits und den Arbeitnehmerverbänden Angestellte Schweiz, Unia, Syna, KV Schweiz und SKO andererseits läuft am 31. Dezember 2010 aus. Im Januar 2010 nahmen die Vertragsparteien erste Verhandlungen auf, wobei bald auf beiden Seiten festgestellt wurde, dass nach Monaten des starken wirtschaftlichen Einbruches ab Ende 2008 und fortlaufend im 2009 und dem damit einhergehenden Personalabbau auf beiden Seiten Bedürfnis nach stabilen Rahmenbedingungen bestand. Aus diesem Grund sind die Verhandlungspartner zum Schluss gekommen, dass sie im Interesse der Unternehmen und der Beschäftigten möglichst rasch Klarheit über den Fortbestand des GAV schaffen sollten. Sie haben deshalb frühzeitig entschieden, den für rund 101’500 Mitarbeitende und 590 Unternehmen geltenden Gesamtarbeitsvertrag um zweieinhalb Jahre bis Ende Juni 2013 zu verlängern.
