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Lunde zählt weitere Probleme auf: „Kein Mensch kann in normaler Tauchausrüstung tiefer als 690 m tauchen. In 3000 m Tiefe wird die Unterseestation so groß wie ein Fußballfeld sein. Der Druck liegt dort bei 300 bar. Damit das Öl und Gas an die Küste gelangt, muss die Pumpe das Wasser und das Erdgas mit 50 bis 120 bar befördern.“ Laut Lunde würde so eine Station 600 Mio. US-Dollar kosten. Statoil stellt sich vor, ein solches Projekt bis 2020 zu verwirklichen.
Ein Problem dabei sei die Kabelführung, denn je nachdem, ob es im offenen Ozean gerade nach unten hängt oder langsam an der Küste nach unten geführt wird, wirken ganz andere Kräfte auf das Kabel ein. Hingegen sei es durchaus möglich, in solchen Tiefen zum Beispiel eine Reparatur auszuführen.
Wirkliches Problem wir die Bohrung des Loches sein
„Aber ein wirkliches Problem“, so Håvard Devold, weltweiter Leiter des Öl- und Gasgeschäftes der ABB-Gruppe, „ist die Bohrung des Loches; dort kann es im schlimmsten Fall zu einem Blow-up kommen und in solchen Tiefen kann man dann nicht entsprechend reagieren. Das ist zwar selten, könnte aber passieren.“ Von der Funktionsfähigkeit ist er aber überzeugt. Natürlich könne ABB keine Gasproduktionsgarantien geben, das Risiko liege da beim Betreiber. Aber für die Qualität der einzelnen ABB-Produkte gibt es natürlich eine Garantie, das sei auch der Grund, warum diese Module immer wieder getestet werden.
Die Technik ist also vorhanden, um unsere Energieversorgung auch in der Zukunft zu sichern.
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