3D-Druck NASA druckt sich Düse – mehr Schub für die Rakete

Redakteur: Robert Weber

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA setzt auf die 3D-Druck-Technik. Die Ingenieure aus Houston konnten jetzt einen Durchbruch feiern: Erstmals druckten sie sich eine Düse für das Raketenprogramm. MM MaschinenMarkt zeigt die ersten Bilder und ein Video.

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Der Schub passt. Die Düse könnte die Kosten für die Raumfahrt senken.
Der Schub passt. Die Düse könnte die Kosten für die Raumfahrt senken.
(Bild: NASA)

Die NASA vermeldet stolz, dass vor wenigen Tagen flüssiger Sauerstoff und gasförmiger Wasserstoff durch die Düse geleitet worden sei. Gedruckt wurde mit Nickel und Chrom, das ein Laser in einem Drucker verschmolzen hat. Die Amerikaner nutzen dabei das „Selective Laser Melting“ – Verfahren. Das faszinierende aus Sicht der NASA: Die neue Düse hat 10 Mal mehr Schubleistung.

Der Antrieb setzt sich aus zwei ausgedruckten Einzelteilen zusammen. Düsen vorheriger Generationen besitzen oft mehr als 115 Einzelteilen. Die NASA-Ingenieure sprechen von einem Meilenstein, denn durch den 3D-Druck versprechen sie sich eine kostengünstigere Produktion von Flug-Hardware, so NASA-Manager Chris Singer. Erste Tests belegen: Das Druckprodukt hält der Hitze und dem Druck wohl stand.

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