Swissmechanic Nationaler Bildungsbericht: Den Erfolg auch finanziell würdigen

Redakteur: Redaktion SMM

Die Berufsbildung, entscheidend gegen Jugendarbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Standortvorteil der Schweiz, steht vor grossen politischen Herausforderungen. Dies zeigt der nationale Bildungsbericht 2010. Swissmechanic fordert zusätzliche Anstrengungen zur Stärkung insbesondere der Berufsbildung.

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Swissmechanic ist nur zum Teil mit dem Bildungsbericht zufrieden. Die Datenmengen und der Aussagenumfang sind für die nächste vorgesehene Auflage von 2013 im Bereich Berufs- und Weiterbildung klar auszubauen. Ansonsten sieht Swissmechanic seine bildungspolitischen Positionen durch den am 4. Februar veröffent­lichten nationalen Bildungsbericht 2010 gestützt. Das Schweizer Erfolgsmodell Berufsbildung erhält insgesamt gute Noten, gesellschaftlich wie wirtschaftlich. Handlungsbedarf diagnostiziert der Bericht in Übereinstimmung mit Swissmechanic bei der Höheren Berufsbildung (eidg. Fachausweise und Diplome, Höhere Fachschulen), die als bildungspolitisches Stiefkind neben den Hochschulen vergessen zu gehen droht. Dabei ist die Akademikerquote, auch das weist der Bericht nach, für ein hohes Bildungsniveau gerade eben nicht ausschlaggebend. Swissmechanic erwartet, dass die Berufsbildung nicht länger benachteiligt wird. Die Beiträge des Bundes an die Berufsbildung sind mindestens auf den im Berufsbildungsgesetz vorgesehenen Anteil von 25% zu erhöhen.

Insbesondere fordert Swissmechanic in diesem Kontext die Erarbeitung gesetzlicher Grundlagen für Mindeststandards zur Ausbildung und Zulassung zu eidgenössischen Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen sowie vernünftige Vorschläge zur Regelung der Beitragsleistungen der öffentlichen Hand für Vorbereitungskurse auf Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen. Erwartet werden überkantonal geltende Grundlagen, welche den Ansprüchen der gesamtschweizerisch tätigen Organisationen und Branchenverbände und deren Arbeitnehmern gerecht werden. Die berufsbezogene Aus-und Weiterbildung von Berufspraktikern ist ein schweizerisches Erfolgsmodell und verliert leider zunehmend an Terrain verglichen mit den schulischen und universitären Bildungsgängen. Ausserdem wird der äusserst wichtige Aspekt der berufsbegleitenden Ausbildungsgänge auf der Stufe der Höheren Fachschulen bis anhin nicht gebührend gewürdigt. Es fehlen auch hier nach wie vor verbindliche und attraktive Finanzierungsstandards für die berufsbegleitenden Weiterbildungen auf der Stufe der Höheren Fachschulen.

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