Neue Technologie für die ölfreie Drucklufterzeugung

Redakteur: Redaktion SMM

Bei der Modernisierung einer der beiden Druckluftstationen hat das Mercedes-Benz-Werk in Wörth zwei ältere Kolbenkompressoren durch einen energiesparenden «Quantima»-Verdichter von Compair ersetzt. Dieser
Verdichter erzeugt ölfreie Druckluft sehr wirtschaftlich und nutzt dabei ein neuartiges Antriebskonzept mit magnetgelagertem High-Speed-Motor.

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joe. Drucklufterzeugung ölfrei oder ölgeschmiert? Die Beantwortung dieser Frage wird vor dem Hintergrund der aktuellen technischen Entwicklung und dem Zwang zur Energieeinsparung immer wichtiger. Ölfreie Druckluft, mit der neuesten Kompressortechnik erzeugt, erhöht nicht nur die Produktionssicherheit, sondern verbessert auch die Energiebilanz der Aufbereitung.

Der Trend zur Nutzung direkt ölfrei erzeugter Druckluft ist nicht nur dort erkennbar, wo besonders sensible Produkte wie Lebensmittel oder Pharmazeutika hergestellt werden, sondern auch in Schlüsselindustrien wie der Automobilproduktion. Zurückzuführen ist dies auch auf die Einführung der Quantima-Technologie, mit der die Effizienz der ölfreien Drucklufterzeugung erheblich verbessert werden konnte. Als Pionier beim Einsatz dieser Technologien zählt das Mercedes-Benz Lkw-Werk Wörth der Daimler AG.

Dieses Werk ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Entsprechend stieg auch der Druckluftbedarf. Zwei Druckluftstationen erzeugen Luft in den Druckstufen 6 und 10 bar und speisen die erzeugte Druckluft jeweils in ein zentrales Netz ein.

Ganz wichtig: Die Energieeffizienz

Vor rund einem Jahr entschlossen sich die Verantwortlichen, eine der beiden Druckluftstationen grundlegend zu erneuern, da die vorhandenen Kolbenkompressoren aufgrund ihres Alters höheren Wartungsaufwand erforderten und in Bezug auf die Effizienz nicht mehr dem neuesten Stand entsprachen.

Dass der Energiebedarf bei dieser Investitionsentscheidung eine zentrale Rolle spielte, versteht sich von selbst. Dazu Matthias Kreiner, Planungsingenieur Druckluft und technische Gase der Daimler AG in Wörth: «Wir arbeiten schon immer sehr energie- und kostenbewusst. Beispielsweise sind an allen Verdichtern in beiden Druckluftstationen Energiezähler installiert, zudem kennen wir sehr genau die Kosten, die das Druckluftnetz insgesamt und pro Kubikmeter verursacht.»