Oberflächentechnologien für Implantate

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Biomechanik, Werkstoffe und Tribologie

Das mechanische Verhalten und die Verankerung von Implantaten in einem sich verändernden biologischen System bedürfen nach wie vor der Klärung respektive Optimierung. Die Testung und Simulation der Funktionsweise von Implantaten und des Implantat/Knochen-Verbundes als Prinzipstudien, für die Weiterentwicklung und zum Qualitätsnachweis stehen im Zentrum der biomechanischen Forschungsaktivitäten der RMS.

Die verschiedenen Arten von Implantatwerkstoffen, die im menschlichen Körper zum Einsatz kommen, müssen vielfältigen Beanspruchungen gerecht und demgemäss optimiert werden. Die Evaluation und Kenntnisse über neue Implantatwerkstoffe mit massgeschneiderten Eigenschaften, so zäh wie Stahl, so kompatibel wie Titan, so beständig wie Co-Legierungen, so diagnosefreundlich wie Polymere, so verschleissresistent wie Keramik, sind das Ziel der RMS-Forschungsaktivitäten.

Der Verschleiss der artikulierenden künstlichen Gleitflächen und die dabei entstehenden Partikel beeinflussen die biologische Umgebung der Implantate ungünstig. Die Verminderung respektive die Vermeidung von Verschleiss sowie die Abklärung der Einflüsse von Partikeln auf das Gewebe sind von grosser Wichtigkeit. Die RMS will Abrieb vermeiden und die Biokompatibilität der verwendeten Werkstoffe und der Verschleissprodukte verbessern.

Interface und Biologie

Die Interaktionen zwischen Oberflächenstrukturen respektive Oberflächenmateria­lien und angrenzendem biologischem Gewebe müssen für eine optimale knöcherne Verankerung weiter untersucht und angepasst werden. Die Optimierung von Implantatoberflächen mit Wirkstoffen, die die Einheilung beschleunigen oder einen bakteriellen Befall verhinden sollen, ist für eine verbesserte biologische Reaktion in Zukunft von Bedeutung. Das Ziel der RMS ist es, perfekte Oberflächen für Implantate, welche in Kontakt mit Knochen kommen, zu entwickeln.

Die Untersuchung und Bestimmung des Einflusses nichtresorbierbarer und resorbierbarer Implantatmaterialien auf den Knorpel- und Knochenmetabolismus, der Wechselwirkungen zwischen Material und Gewebe sowie Testung neuer Biomateria­lien bezüglich ihrer biologischen Eigenschaften ist für die RMS von Interesse.

Skelettersatzmaterialien und Tissue Engineering

Die Behandlung von grossen Knochendefekten stellt nach wie vor ein klinisches Problem dar. Die Entwicklung geeigneter Materialien, deren Handhabung und Anwendung beinhalten ein grosses Potential. Für eine spezifische klinische Anwendung will die RMS das «perfekte» Knochenersatzmaterial bezüglich Herstellung, Handhabung und biologischer Funktion zur Verfügung stellen können.

Zum Ersatz von biologischen Geweben mittels Tissue Engineering sind resorbierbare Trägerstrukturen, die eine Besiedelung mit Zellen und ein Wachstum von Geweben ermöglichen, von Interesse. Die RMS will weg von metallischen hin zu resorbierbaren Implantaten und damit einen Beitrag zur Entwicklung und Optimierung neuer Operationstechniken und insbesondere zur Testung und Verbesserung dieser Implantate beitragen.

[MEET THE EXPERT]

Material- und Oberflächentechnologie für Implantate

Veranstaltungsdatum

Datum: 20./21. Mai 2010

Ort: Casino Kursaal

Strandbadstrasse 44

3800 Interlaken

Anreise: www.casino-kursaal.ch

Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an Fachpersonen und Interessierte im Bereich Implantate.

Teilnahmegebühren

Mitglieder Medical Cluster: CHF 500.-

Nichtmitglieder: CHF 600.?

Studierende: CHF 300.?

Vortragende: CHF 400.?

Tagesgäste Do oder Fr: CHF 350.?

Information

RMS Foundation

Bischmattstrasse 12

2544 Bettlach

Tel. 032 644 14 00

Fax 032 644 11 76

www.rms-foundation.ch

Medical Cluster

Wankdorffeldstrasse 102

3000 Bern

Tel. 031 335 62 23

Fax 031 335 62 24

mail@medical-cluster.ch

www.medical-cluster.ch