«QS World University Ranking: Europa 2026» Oxford schlägt ETH und erobert Spitzenplatz

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Der globale Hochschulbildungsexperte QS Quacquarelli Symonds hat das «QS World University Ranking: Europa 2026» veröffentlicht.

(Maks Lab - stock.adobe.com)
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Im «QS World University Ranking: Europa 2026» wird die Universität Oxford zur besten Universität Europas gekürt. Sie klettert vom dritten Platz im letzten Jahr auf den ersten Platz und verdrängt damit die ETH Zürich, die in der vorherigen Ausgabe den ersten Platz belegt hatte. Das Imperial College London fällt vom zweiten auf den dritten Platz zurück und liegt nun gleichauf mit der UCL, während die Universität Cambridge den fünften Platz belegt.

Das Vereinigte Königreich dominiert das Ranking

Das Vereinigte Königreich dominiert das Ranking mit 129 gelisteten Universitäten, darunter sieben in den Top 10. Es folgt die Türkei mit 107 und Deutschland mit 102. Italien, Spanien und Frankreich sind mit 64, 62 bzw. 60 Universitäten vertreten. Als ganzes Hochschulsystem belegt die Schweiz Rang 15 aller Länder im diesjährigen Ranking.

Nur das Vereinigte Königreich ist mit mehr Einträgen in den Top 10 vertreten als die Schweiz mit zwei Einträgen. Unter den Hochschulsystemen mit mindestens 10 Einträgen im Ranking hat die Schweiz die höchste Durchschnittspunktzahl im Indikator «Internationale Fakultät».

Die Vizekanzlerin der Universität Oxford, Professor Irene Tracey FRS, sagt: «Wir freuen uns sehr, dass Oxford im ‹QS Europe Ranking› als Europas führende Universität anerkannt wird. Dies spiegelt nicht nur die Stärke unseres akademischen Rufs wider, sondern auch den hohen Stellenwert, den wir dem globalen Engagement beimessen: der Aufnahme internationaler Studierender und Wissenschaftler, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Sicherstellung, dass unsere Forschung und Lehre der Gesellschaft dienen. In einer Zeit, in der Grossbritannien zu Recht eine engere Partnerschaft mit Europa anstrebt, einschliesslich einer erneuten Teilnahme an Programmen wie Erasmus, ist diese Anerkennung besonders bedeutsam. Sie bestätigt die langjährige Rolle Oxfords als europäische Universität mit globaler Ausrichtung, die sich für Offenheit, Zusammenarbeit und öffentlichen Dienst einsetzt.»

Deutschland verzeichnet den grössten Zuwachs

Das «QS World University Ranking: Europa 2026» umfasst 958 Universitäten aus 42 Ländern und Territorien. Deutschland verzeichnet mit beeindruckenden 50 neuen Universitäten den grössten Zuwachs. Die Türkei und das Vereinigte Königreich kommen auf 36 bzw. 27 neue Universitäten. Unter den Hochschulsystemen mit 10 oder mehr gerankten Universitäten hat Irland insgesamt die grösste Verbesserung erzielt, gefolgt von Portugal, wo 87 Prozent bzw. 75 Prozent der Universitäten in der Rangliste aufgestiegen sind.

ETH Zürich ist die beste Hochschule der Schweiz

Die beste Hochschule der Schweiz ist die ETH Zürich, die den zweiten Platz belegt, gefolgt von der EPFL – École polytechnique fédérale de Lausanne auf Rang zehn. Die Universität Zürich und die Universität Genf sind beide unter den Top 50 vertreten und belegen Platz 34 bzw. Platz 48.

Ben Sowter, Senior Vice President von QS, sagt: «Mit zwei Universitäten unter den Top 10 und drei unter den Top 100 des QS-Rankings für Europa zählt das Schweizer Hochschulsystem zu den führenden in Europa. Da sich mehr als 60 Prozent der Einträge des letzten Jahres im Indikator ‹Arbeitgeberreputation› verbessert haben, schaffen die Einrichtungen weiterhin aussergewöhnliche Talentpools, die nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der gesamten Weltwirtschaft einen bedeutenden Einfluss haben. Das Hochschulsystem des Landes verfügt zudem über einige der internationalsten Fakultäten Europas, was die internationale Zusammenarbeit, das Bewusstsein und die Partnerschaften stärkt. Da jedoch etwa die Hälfte der im letzten Jahr vertretenen Hochschulen im Ranking 2026 Plätze verloren haben, deutet unsere Analyse darauf hin, dass andere europäische Universitäten gegenüber der führenden Position der Schweiz Boden gutmachen.»

Die ETH Zürich schneidet in sechs Indikatoren am besten in der Schweiz ab, darunter in den Schlüsselbereichen «Akademische Reputation», wo sie insgesamt den vierten Platz belegt, und «Arbeitgeberreputation», wo sie um einen Platz auf Rang zwölf in Europa vorrückt.

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Von den elf Schweizer Institutionen, die im letzten Jahr im Ranking vertreten waren, steigen fünf auf und fünf fallen ab. Eine bleibt auf dem gleichen Platz. Die Universität Genf steigt um fünf Plätze auf und ist mit Platz 48 zum ersten Mal unter den Top 50 vertreten. Dank starker Ergebnisse im Bereich «Internationale Fakultät» und Verbesserungen bei der Arbeitgeberreputation gehört sie nun zu den besten 5 Prozent der europäischen Universitäten, gegenüber 8 Prozent im letzten Jahr. Auch die Universität Lausanne ist zum ersten Mal seit 2024 wieder in die Top 100 aufgestiegen und hat sich um 11 Plätze verbessert, um mit Platz 90 ihre bisher beste Platzierung zu erreichen. In diesem Jahr hat sie sich in den Bereichen «Arbeitgeberreputation», «Inbound-Austausch» und «internationales Forschungsnetzwerk» verbessert.

Die internationale Fakultät bleibt eine wichtige Stärke des Schweizer Hochschulsystems. Sechs Universitäten rangieren bei diesem Indikator unter den Top 10, darunter die EPFL – École polytechnique fédérale de Lausanne, die in Europa den ersten Platz belegt und in diesem Jahr zwei Plätze gutgemacht hat. Die EPFL ist zwar die einzige Schweizer Institution, die in diesem Jahr ihren Rang verbessert hat, doch die Schweiz befindet sich bereits in einer starken Position.

Bei den anderen Indikatoren ergibt sich ein gemischteres Bild: Nur eine Universität konnte sich neben der «internationalen Fakultät» auch in den Bereichen «akademische Reputation», «Verhältnis zwischen Fakultät und Studierenden» sowie «Veröffentlichungen pro Fakultät» verbessern. Dies deutet darauf hin, dass andere Einrichtungen im übrigen Europa gegenüber der führenden Position der Schweiz Boden gutmachen.

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