Prozessüberwachung in der Zerspanung

Redakteur: SMM

In schwierigen Zeiten konzentrieren sich Hersteller auf die Reduktion ihrer Betriebskosten, können sich aber vielleicht nicht den Ausweg über den Erwerb produktiverer Maschinen leisten. Wie können Kosten radikal reduziert werden, ohne bestehende Maschinen zu ersetzen? In diesem Beitrag werden vier Bereiche analysiert, in denen sich erhebliche Einsparungen erzielen lassen, wenn Unternehmen bereit sind, die Steuerung ihrer Bearbeitungsprozesse zu ändern.

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Um Kosten zu reduzieren, müssen sich Unternehmen auf die Eliminierung der manuellen Prozesse konzentrieren und um die Ursachen von Verfahrensfehlern kümmern. Diese beiden Ziele gehen Hand in Hand, da ein Grossteil der Abweichungen in vielen Prozessen durch menschliche Eingriffe entsteht. Die Beseitigung der manuellen Verfahren genügt jedoch nicht - es ist ausserdem auf die Betriebsumgebung, die Maschine selbst, die Einrichtung vor der Bearbeitung und die In-Prozess-Kontrolle während der Bearbeitung zu achten. Dieser Fachbeitrag erläutert ein einfaches Modell, das die Ursachen von Prozessabweichungen sowie entsprechende Methoden zur Prozessüberwachung erläutert.

Eine schlanke Produktion ist nicht alles

Schlanke Produktionsverfahren helfen Fertigungsbetrieben bei der Optimierung ihrer Arbeitsabläufe durch weniger Abfall, reduzierte Lieferzeiten und weniger unfertige Erzeugnisse. Dies sind wertvolle Einsparungen, die aber nur dann gut funktionieren, wenn der Bearbeitungsvorgang vorhersagbar und wiederholgenau ist und zuverlässig spezifikationstreue Teile liefert. So lange das nicht gewährleistet ist, können Engpässe, Verspätungen und schlechte Lieferungen nicht vermieden werden.

Um eine berechenbare Produktivität zu erreichen, muss also der Ursprung der Abweichungen gefunden, die Ursache isoliert und individuell bekämpft werden. Wenn jede zugrundeliegende Abweichungsursache direkt bekämpft wird, wird die Steuerung des Prozessergebnisses einfacher.

Wenn eine hohe Prozessfähigkeit und eine kalkulierbare Produktivität das Ziel sind, dann sollte man die Stufen der Prozess-Pyramide (siehe Kasten) von unten nach oben abarbeiten. Die Aufgaben am unteren Ende der Pyramide sind allgemeiner gehalten und finden deshalb leichter eine breite Anwendung. Je höher man gelangt, umso prozessspezifischer werden die Massnahmen und desto enger deren Anwendungsbereich.