Rapid setzt neu FSW-Schweisstechnologie ein
Neben herkömmlichen Schweissverfahren setzt der Fertigungsbereich der Rapid Technic AG seit letztem Sommer die FSW-Technologie ein, das so genannte Rührreibschweissen. In der Schweiz ist Rapid somit eines der ersten Unternehmen, das über die entsprechende Infrastruktur und das Know-how für dieses Verfahren verfügt.
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mei. Rapid setzt die FSW-Technologie hauptsächlich für Kundenaufträge ein, beispielsweise bei der Herstellung von Stromrichter-Kühlern für die Bahnindustrie. Weitere erfolgversprechende Anfragen und Vorprojekte kommen aus den Wachstumsmärkten des Energie- und Solarbereichs (Produktionsanlagen zur Herstellung von Solarmodulen) sowie der Luftfahrtindustrie.
Verbindung von unterschiedlichen Metallen
Rührreibschweissen ist ein Prozess, der mit dem Rotationsreibschweissen verwandt ist, bei dem zwei konzentrische Wellen aneinander gepresst und durch unterschiedliche Drehzahlen direkt verschweisst werden. Das Rührreibschweissen hat dem gegenüber den Vorteil, dass es sich zur Verbindung von beliebig geformten Werkteilen eignet, unter anderem auch von Blechen, Platten oder Quadern. Im Gegensatz zum Rotationsreibschweissen bleiben die zu fügenden Werkstücke starr und werden in einer Vorrichtung eingespannt. Eine besondere Ausformung der Naht vor der Verschweissung ist nicht notwendig. Sogar unterschiedliche Metalle können in bestimmten Kombinationen miteinander verbunden werden.
Und so funktioniert die Rührreibschweiss-Technologie: Ein rotierender Bolzen (Pin) reibt so lange an einem Endpunkt der vorgesehenen Nahtstelle, bis der Werkstoff (in der Regel Aluminium, Messing oder andere Weichmetall-Legierungen) zuerst lokal zähflüssig wird. Der rotierende Bolzen fährt nun längs der vorgegebenen Nahtstelle zwischen den beiden Werkstücken hindurch und «verrührt» das plastifizierte Material (zwischen Liquidus- und Solidustemperatur des Werkstoffes) der beiden Werkteile an ihrer Schnittstelle.
