Rieter mit hohem Verlust
Der Rieter-Konzern wurde im Geschäftsjahr 2009 von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise stark geprägt. Die widrigen Marktverhältnisse beeinträchtigten den Geschäftsgang beider Divisionen (Automotive/Textile) und führten zu einem hohen Verlust.
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Bestellungseingang und Umsatz des Konzerns gingen im Berichtsjahr markant zurück, doch im zweiten Halbjahr wurde eine leichte Erholung der Märkte spürbar. Der Bestellungseingang ging im Geschäftsjahr 2009 insgesamt um 24 Prozent zurück und belief sich auf 1 935.1 Mio. CHF. Der Bruttoumsatz des Konzerns ging über das Gesamtjahr stärker zurück als der Bestellungseingang. Er reduzierte sich um 38 Prozent (in Lokalwährungen um 35 Prozent) und erreichte 1 956.3 Mio. CHF.Rieter hatte bereits im Sommer 2008 umfassende Programme zur Kostensenkung sowie zur Neuausrichtung der Strukturen und Prozesse in beiden Divisionen eingeleitet. Insbesondere wurden der Personal- und der Betriebsaufwand erheblich reduziert und damit erste Erfolge bei der Senkung der Gewinnschwelle erzielt. Die Programme sowie eine strikte Kostendisziplin zeigten im zweiten Halbjahr 2009 erste positive Auswirkungen: Nachdem das Betriebsergebnis vor Sonderbelastungen im ersten Semester 2009 noch -136.5 Mio. CHF betragen hatte, verbesserte es sich im zweiten Semester auf -50.1 Mio CHF. Für das Gesamtjahr belief sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -186.6 Mio CHF (Vorjahr +22.4 Mio. CHF, vor Sonderbelastungen). Sowohl bei Textile Systems als auch bei Automotive Systems wurde der Betriebsverlust im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten mehr als halbiert. Das Konzernergebnis belief sich auf -217.5 Mio. CHF (2008: -396.7 Mio. CHF).
