Schneller, sicherer <br/>und effizienter planen

Redakteur: Redaktion SMM

Moderne Feinplanungs-Tools als Bestandteil eines Manufacturing-Execution-Systems (MES) schaffen die Voraussetzung, dass sich Fertigungskapazitäten wesentlich besser nutzen lassen. Und: Es lässt sich bedeutend schneller mit neuen Situationen umgehen – Liefertermine werden blitzschnell zugesagt, die Termintreue steigt.

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Direkt nach der Mittagspause klingelt das Telefon: «Das Material für den Auftrag Meier wird später geliefert als geplant, was können wir dem Kunden zum Liefertermin sagen?» Oder am Beginn der Frühschicht, ? das neue Bearbeitungszentrum ist in der Mannlosschicht in der Nacht zuvor wegen Hydraulikstörungen stehen geblieben: «Wie sieht es mit den Terminen der drei Eil­aufträge vom Chef aus, die immer noch auf den Paletten gespannt sind, einer davon halb, zwei komplett unbearbeitet ...?»

Es sind Fragen wie diese, die tagtäglich auftauchen, die den Alltag des Meisters, des Produktionsplaners oder des AV-Manns regelmässig durcheinanderbringen und die spontan zu beantworten in vielen Betrieben nach wie vor schwerfällt. Kein Wunder, denn während zur lang- und mittelfristigen Planung von Aufträgen auf kaufmännischer Ebene heute fast immer ERP-Software und damit Systeme wie SAP, Infor oder Microsoft Dynamics zum Einsatz kommen, dominieren bei der tagesaktuellen Kapazitätsplanung in der Fertigung nach wie vor Plantafel, Excel-Tabelle und Schreibblock.

ERP-Systeme überfordert

«Das liegt weniger am Nichtwollen der Mitarbeiter sondern am Nichtkönnen der meisten betriebswirtschaftlichen Softwarelösungen», weiss Peter Kirsch, Produktmanager MES und Planung bei Coscom in Ebersberg bei München. Kirsch spricht damit eine Eigenheit an, die bei fast allen Produktionsplanungssystemen (PPS) anzutreffen ist: Nämlich deren prinzipielle Annahme, dass Fertigungsmittel unbegrenzt zur Verfügung stehen.

«Kommt es bei der Versorgung von Material zu Störungen oder fällt eine Maschine aus, stimmt die ganze Planung nicht mehr.» Denn das ERP verarbeitet Auftrags- und Kundendaten nach dem sogenannten MRP-Prinzip (Material Resource Planning), was bei der Grobplanung von Aufträgen absolut sinnvoll ist, bei der fertigungsnahen Feinplanung aber versagen muss. «Nach wie vor glauben viele, dass sich mit einem ERP-System auch die maschinennahen Bereiche planen und steuern lassen», so Kirsch. «Doch dies scheitert spätestens dann, wenn bei der Planung Maschinendaten ins Spiel kommen und Ressourcen wie Materialverfügbarkeit, Werkzeuge oder Rüstpläne berücksichtigt werden müssen.»