Schneller trotz komplexeren Geometrien

Redakteur: Redaktion SMM

Die Produkte von Philips Medizin Systeme in Böblingen lernt man in ­sehr schönen und sehr schwierigen Situationen kennen: Als werdende Eltern oder als Schwerkranker, denn neben Wehenschreibern entwickelt und fertigt das Unternehmen Patientenmonitore für die Intensivstation. Dabei wird seit vielen Jahren die Co-Create-Produktfamilie von PTC genutzt.

Anbieter zum Thema

Entstanden ist die Philips Medizin Systeme Böblingen GmbH aus der ehemaligen Medizinsparte von Hewlett-Packard. Schon vor einem Vierteljahrhundert entwickelte und baute HP hier Messgeräte für Puls, Blutdruck und auch Wehenschreiber. Am Standort Böblingen arbeiten etwa 700 Menschen, welche die komplette Prozesskette vom Marketing über die Entwicklung und Konstruktion bis hin zur Produktion abdecken. Die Geräte werden komplett an diesem Standort produziert, wobei verschiedene Bauteile wie die Kunststoff-Spritzgussgehäuse von Zulieferern kommen.

Selbstgeschriebene Schnittstelle zu Mentor Graphics

Zu den Konstruktionsaufgaben zählt neben dem Kunststoffgehäuse und dem -Innengerüst aus Blech, in dem die Elektronikkomponenten befestigt werden, auch die Entwicklung pneumatischer Systeme: beispielsweise einem kleinen integrierten Kompressor für Blutdruckmessungen. Weitere Herausforderungen sind gasführende Systeme, Lichtleiter und die Steckersysteme, über die das Gerät mit den am Patienten befestigten Sensoren verbunden wird.

Geschichtlich bedingt arbeitet Philips Medizin Systeme mit der Co-Create-Produktfamilie, die ursprünglich bei HP entwickelt wurde. Inzwischen arbeiten die Konstrukteure mit Co-Create Modeling, Co-Create Drafting und Co-Create Model Manager. Sehr wichtig ist die Verbindung zum Elektronikentwicklungspaket von Mentor Graphics, für die Philips eine selbstgeschriebene Schnittstelle einsetzt. Die Co-Create-Module Sheet Metal und Finite Element Analysis sowie das Temperaturanalyse-Tool Flo-Therm von Mentor runden die CAD-Umgebung ab.