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Bei Daimler im Einsatz
Die im Rahmen der Kooperation von Daimler und Autoform gesetzten Ziele wurden erreicht. Nach einer einjährigen Testphase ist der Autoform-Thermosolver bei Daimler seit 2012 im produktiven Einsatz; die Qualität der Simulation auf Bauteilebene hat Daimler überzeugt. Selbst aufwändige Pro-zessstrategien lassen sich mit Autoform-Thermosolver berechnen. Thermomechanische Einflüsse auf das Materialverhalten bei der Bauteilherstellung werden nun noch besser berücksichtigt. Die zusätzlichen Informationen des metallurgischen Berechnungsmodells steigern dabei die Aussagekraft und den Informationsgehalt der Simulation. Nicht zuletzt liefert die intensive Betrachtung des Tailored-Tempering-Prozesses auch wichtige Erkenntnisse für das konventionelle Presshärten. Weiterer Entwicklungsbedarf wurde in Bezug auf die Berechnung des thermischen Verzugs identifiziert. Daran wird im Rahmen der bestehenden Kooperation zwischen Daimler und Autoform weiter gearbeitet.
Voll im Trend
Der Einstieg in die Presshärt-Technologie und das Tailored Tempering ist mit einem riesigen Berg an Arbeit und Investition verbunden. Es braucht einen Ofen, genauso wie ein Handling-System. Das wiederum hat Einfluss auf das Fabrik-Layout. Die neue Werkzeugtechnologie erfordert entsprechend ausgebildete Fachkräfte, die sie optimal einsetzen und ausreizen können. Da lohnt sich mit Sicherheit mehr als nur ein kurzer Blick auf die Simulation.
Letztlich hilft die Simulation, die komplexen Abläufe während des Presshärtens zu verstehen und damit wettbewerbsentscheidendes Know-how aufzubauen. Dass dies passiert, lange bevor ein Werkzeug in Eisen entsteht, kann sich nur vorteilhaft auf die Kosten und den Entwicklungsfahrplan auswirken. Das ist entscheidend, schliesslich gewinnt das Presshärten und das Tailored-Tempering-Verfahren in der Automobilindustrie ungebrochen an Bedeutung. Kein Automobilhersteller kann sich den anhaltend wachsenden Anforderungen hinsichtlich höherer Crash-Sicherheit und geringerem Fahrzeuggewicht entziehen. Zudem drängt die Zeit, bereits 2012 drohen Strafzahlungen beim Überschreiten gewisser Emissionsgrenzwerte. <<
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