Solidcam GmbH: Geschlossene CAD/CAM-Prozesskette in einem Haus
>> Das Unternehmen KF Industrieanlagen realisiert mit Solidworks, Solidcam und einem Bearbeitungszentrum von Homag eine geschlossene Wertschöpfungskette von der Konstruktion im 3D-Komplettdesign bis hin zum Fräsen von Kunststoffteilen. Auch im Bereich der Holzbearbeitung steigt der Bedarf an CAD/CAM-Lösungen.
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Die KF Industrieanlagen GmbH projektiert, konstruiert, fertigt und montiert am Standort D-Sternenfels kundenindividuelle Einzelteile, Apparate und vor allem schlüsselfertige Komplettanlagen für Galvanisierung und Leiterplattenfertigung, Abwasserreinigung und Wasseraufbereitung inklusive selektivem Recycling von Wertstoffen, Lüftungstechnik, Dosierung und vieles mehr (siehe www.kf-industrieanlagen.de). Ergänzt um Dienstleistungen wie Montage, Reparatur, De- und Re-Montage sowie Service und Wartung positioniert sich das Unternehmen in Deutschland erfolgreich als einer der wenigen Alles-aus-einer-Hand-Anbieter. Eigene Be- und Verarbeitungskapazitäten für Kunststoffe wie PP, PE, PVC und PVDF, Stahl und Edelstahl sowie Kompetenz für die erforderliche Regelungs- und Steuerungstechnik sind dabei eine weitere Basis für den Geschäftserfolg.
NC-Programme direkt aus der Konstruktion erstellen
Als Weichenstellung für künftiges Wachstum wurde vor knapp zwei Jahren von der 2D-CAD-Konstruktion auf Solidworks umgestellt. Ein triftiger Entscheidungsgrund für das neue 3D-CAD-System war das nahtlos integrierte Solidcam, das auf Basis der CAD-Daten NC-Programme für das vorhandene Bearbeitungszentrum Homag Optimat BOF311 erzeugt. Jörg Binder, Geschäftsführer bei KF Industrieanlagen: «Die Investition in Solidworks und Solidcam hat unser Geschäft in mehrfacher Hinsicht beflügelt.» So profitiert der Vertrieb von den Visualisierungsmöglichkeiten bis ins kleinste Detail. Binder erklärt weiter: «Unsere Anlagen sind teilweise sehr komplex. Die fotorealistischen CAD-Ansichten vermitteln allen Projektbeteiligten und zuvorderst natürlich unseren Kunden bereits in der Konzeptphase ein konkretes und verbindliches Bild davon, wie unsere Lösung aussehen wird und wie sich die Anlage am zukünftigen Standort in das räumliche Umfeld einfügt. Der konsequente Einsatz von Solidworks spart uns da viel Zeit, minimiert Verständnisprobleme, reduziert Fehlerquellen und beschleunigt die konstruktive Umsetzung von Änderungen und Optimierungen am Anlagenentwurf.»
Es gab noch einige andere Gründe, warum sich KF Industrieanlagen für Solidworks entschied: «Wir haben hier ab 2006 verschiedene 3D-CAD-Systeme zum Teil sehr ausführlich getestet. Ausschlaggebend war letztlich die sehr engagierte und stets qualifizierte Unterstützung während der Testphase durch Frank Schlupp und seinem Team vom Softwarehaus Solidpro. Ebenso wichtig war uns die Zusage, dass wir mit dem vollständig integrierten Solidcam künftig die NC-Programme für das vorhandene Bearbeitungszentrum direkt aus der Konstruktion heraus erstellen können», fährt Binder fort. Das klingt einfacher als es im Detail wirklich gewesen war.
Flexibel programmierbarer Postprozessor
Solidcam konzentriert sich seit über 25 Jahren auf die Metallzerspanung und kann hier heute durch den hochentwickelten, flexibel programmier- und anpassbaren Postprozessor für alle marktgängigen Werkzeugmaschinen respektive CNC-Steuerungen laufzeitoptimierte NC-Programme erzeugen und simulieren – bis hin zum fünfachsigen Simultanfräsen, komplexen Drehfräsen als auch Erodieren. Der Knackpunkt dabei ist, dass das Homag-Bearbeitungszentrum maschinenbauspezifisch, steuerungstechnisch und hinsichtlich ihrer Programmiersoftware für die anspruchsvolle Holzbearbeitung ausgelegt ist – eine etwas andere Welt als diejenige der Metallzerspanung.
Frank Schlupp, Vertriebsleiter bei Solidpro: «In der Metallbearbeitung ist die DIN 66025 so etwas wie ein gemeinsamer Nenner für die NC-Programmierung. Die Holzbearbeitung stellt teilweise ganz andere Anforderungen an die Bearbeitungsstrategien und weicht von der ISO-Programmierung ab. Zudem der Homag Optimat ganz spezielle, sehr benutzerfreundliche Zyklen sowie Makroprogramme in die eigene Windows-PC-Steuerungssoftware Woodwop integriert.» Um die notwendigen Anpassungen des Postprozessors kümmerte sich letztlich der technische Leiter von Solidcam, Harald Schuhmacher: «Wir fokussieren mit Solidcam seit Jahren sehr erfolgreich auf die Metallbearbeitung. In der Holz- und Kunststoffindustrie gibt es offensichtlich ebenfalls Bedarf an geschlossenen CAD/CAM-Prozessketten. Insofern war und ist das Projekt bei KF Industrieanlagen für uns eine gute Chance, die Vorteile unseres Systems auch für diese Anwendungen zu belegen. Hinzu kommt, dass Homag als Global Player viele Bearbeitungszentren im Markt hat und somit eine hervorragende Referenz für uns sein kann.»
Wertschöpfung im eigenen Haus
Das Maschinenkonzept der Homag ist nicht nur für Holz, sondern auch für die Zerspanung von Kunststoffen erste Wahl und spricht somit Anwender aus beiden Werkstoffwelten an. Das Bearbeitungszentrum bietet grosse Verfahrwege, einen voluminösen, gut zugänglichen Arbeitsraum mit viel Aufspannfläche und erzielt bei einer imposanten Achsdynamik hinreichend genaue Positionier- und Wiederholgenauigkeiten zu einem deutlich günstigeren Preis als Werkzeugmaschinen für die Metallzerspanung mit vergleichbarer Tischgrösse. Dazu Jörg Binder: «Das Homag-BAZ passt preislich und technologisch sehr gut zu unseren Anforderungen. Durch die CAD/CAM-Anbindung ist die Maschine sehr gut mit Fräsaufträgen ausgelastet. Das beschleunigt unsere Durchlaufzeiten, vermindert die Abhängigkeit von Zulieferern und hält die Wertschöpfung im eigenen Haus. Ausserdem haben wir die volle Kontrolle über die Qualität der benötigten Kunststoffteile.» <<
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