Solidworks Deutschland GmbH: Taugliche 3D-Tools für Fertigung von Luxusuhren

Redakteur: Luca Meister

>> Der im Kanton Genf ansässige Uhrenhersteller Franck Muller produziert Armbanduhren mit komplexestem Design. Mit Hilfe der CAD- und Simulations- tools von Solidworks konnte das Unternehmen die Entwicklungszeit um 40 Prozent und die Entwicklungskosten um 60 Prozent reduzieren.

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Franck Muller ist bekannt für komplexes Armbanduhr-Design: Eine CAD-Umgebung einer einzigen Uhr kann bis zu 205 Unterbaugruppen und 36 Komfortfunktionen enthalten. (Bild: Franck Muller)
Franck Muller ist bekannt für komplexes Armbanduhr-Design: Eine CAD-Umgebung einer einzigen Uhr kann bis zu 205 Unterbaugruppen und 36 Komfortfunktionen enthalten. (Bild: Franck Muller)

mei. Die Produkte von Franck Muller können nicht komplex genug sein. Der Genfer Uhrenhersteller zelebriert diese Komplexität förmlich, indem eine Komponente auf die andere geschichtet wird, um einzigartige Zeitmesser zu kreieren. Sie gehören weltweit zu den wertvollsten und gefragtesten.

Franck Muller setzt die Softwarelösungen Solidworks CAD, Solidworks Enterprise PDM und Solidworks Simulation als primäre Entwicklungsplattform ein, um die Technologie des 21. Jahrhunderts mit traditionellen Komponenten wie Repetitionsschlagwerk und Tourbillon (rotierende Vorrichtung, die den Einfluss der Schwerkraft auf den Mechanismus kompensiert) zu kombinieren. Im Jahre 2009 haben die Genfer die bis dahin komplexeste Armbanduhr entwickelt: Das Modell «Aeternitas Mega 4 Grande Sonnerie Westminster Carillon». Die Uhr besteht aus 1483 Einzelteilen, 205 Unterbaugruppen und 36 Komfortfunktionen, die auf kleinstem Raum Platz finden, damit die Uhr am Handgelenk bequem getragen werden kann.

Visualisieren, simulieren und Kollisionen vermeiden

«Die beweglichen Teile in dieser Armbanduhr wurden mit äusserster Präzision in einem extrem kleinen Raum untergebracht. Die Funktion der einzelnen Mechanismen konnte nur mit den Solidworks-3D-Werkzeugen genau dargestellt werden», erklärt Jean Pierre Golay, Ingenieur bei Franck Muller. Mit Hilfe der Solidworks-Software konnten die Ingenieure die Gesamtentwicklungszeit um 40 Prozent und die Entwicklungskosten um 60 Prozent reduzieren. Ausserdem ermöglichten die Tools bei der Entwicklung der Aeternitas Mega 4, die Anzahl der Konstruktionsfehler um 30 Prozent zu senken.

«Nachdem die Grösse einer Uhr festgelegt ist, muss nach Wegen gesucht werden, welche die zahlreichen Mechanismen so konstruieren, dass sie in das Gehäuse passen und zuverlässig funktionieren», schildert Golay. Dabei stellen komplexe Bewegungsgeometrien eine Herausforderung dar.

«Mit der Solidworks-Software können wir nicht nur einzelne Komponenten visualisieren, sondern die Bewegungen von Komponenten und Mechanismen simulieren. So können Komponentenkollisionen vermieden werden.» Franck Muller hat sich für Solidworks-Lösungen entschieden, da diese sehr bedienungsfreundlich sind, eine umfangreiche Konstruktions- und Simulationsfunktionalität bieten und die CAD-, Simulations- und PDM-Anwendungen perfekt aufeinander abgestimmt sind. <<

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