SSI Schäfer AG: Verschiebregalanlage für 35 000 Akten
>> Für die Patentanwaltskanzlei Weickmann & Weickmann in München hat SSI Schäfer eine schienengeführte Archiv-Verschieberegalanlage installiert. Die manuelle Anlage bietet ausreichend Kapazitäten für die Zukunft und einen schnellen, unkomplizierten Zugriff auf Dokumente zu Patenten, Marken und Gebrauchsmustern aus aller Welt.
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Als der bisherige Standort der Kanzlei in München zu klein wurde und einer weiteren Expansion im Weg stand, entschieden sich die Anwälte für den Umzug in ein neues Gebäude. Dies verlangte auch die Verlegung der gesamten Registratur mit annähernd 35 000 Akten. Dabei sollte neben erweiterter Kapazität auch zukünftig schnell und unkompliziert auf die Dokumente zugegriffen werden können. Eine massgeschneiderte Lösung bot das Unternehmen SSI Schäfer. Der Intralogistikspezialist realisierte in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden eine individuelle Verschieberegalanlage. Das neue Dokumentenlager nutzt den zur Verfügung stehenden Raum jetzt nicht nur optimal aus, sondern verfügt bereits über integrierte Wachstumsreserven für die kommenden Jahre.
«Anforderungen exakt erfüllt»
Zu dem Planungs- und Beratungsansatz des Unternehmens gehörte unter anderem auch die Präsentation und Bewertung von Lösungsalternativen, der Besuch von projektindividuell ausgewählten Referenzprojekten sowie die letztendliche Entscheidungshilfe mit der Präferenzaussage für die schienengebundene Verschieberegalanlage. «Wir sahen mit einer Verschieberegalanlage unsere Anforderungen an Kapazität und Bedienbarkeit exakt erfüllt», so Dr. Tiesmeyer. Eine Reihe von interdisziplinären Aufgabenstellungen, welche sich auch aufgrund der komplexen bautechnischen Situation der Fussbodenkonstruktion ergaben, wurden in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Produktspezialisten von SSI Schäfer in Neunkirchen und dem Kompetenzzentrum Verschieberegaltechnologie des Unternehmesn in der Schweiz erfolgreich gelöst.
Massgeschneiderte Verschiebeanlage
Die schienengebundene Verschieberegalanlage mit einem max. Gesamtgewicht von 121 000 kg ist auf einer Fläche von 161m2 massgeschneidert auf die winkeligen Raumverhältnisse angepasst. Die insgesamt 29 Verschiebewagen bieten die geforderten Kapazitäten für 6266 Aktenstapel und 2380 Aktenordner. Angepasst an die Raumverhältnisse und für optimalen Zugang sind die Verfahrwagen für Aktenstapel länger konzipiert als jene für die Aktenordner.
Aufgrund der raumbedingt vergleichsweise ungünstigen Breiten- und Höhenverhältnisse mussten die insgesamt 29 Verschiebewagen der Anlage auf Schienen installiert werden, die mit einer zusätzlichen Kippsicherung ausgestattet sind. Hinzu kommt die Berücksichtigung des besonderen Lagergutes, welches aufgrund einer grossen Varianz an Abmessungsvarianten die Festlegung einer einheitlichen Fachgrössenzuordnung nahezu unmöglich machte. In der Planung wurden daher jedem Fach zusätzliche Freiräume zugeordnet, um eine maximale Flexibilität in der Lagergutzuordnung zu ermöglichen. Um dennoch die geforderten Gesamtkapazitäten sicherstellen zu können, musste die technisch und wirtschaftlich maximal mögliche Bauhöhe ausgenutzt werden. Dabei galt es zu beachten, dass die Mitarbeiter einzelne Akten und gebündelte Aktenstapel nur bis zu einer gewissen Regalhöhe entnehmen können. Die realisierte maximale Höhe von 2,80m bietet nun sieben Lagerebenen pro Verschiebewagen, wobei sich die oberen Fächer mit Einsatz einer handelsüblichen Leiter praktikabel bedienen lassen.
Standard als Besonderheit
Eine weitere Besonderheit stellt die Unterteilung der Regalgefache durch stabile Trennwände aus der Industrielagertechnik dar, welche bei SSI Schäfer aus dem Standardregalprogramm entnommen wurden. Die in den Regalzeilen damit realisierte Wabenstruktur der Fachanordnung besitzt genügend Stabilität für die schwersten Aktenstapel. Die neue Anlage, die sich mit geringem Kraftaufwand problemlos bedienen lässt, ist, wie Dr. Tiesmeyer bestätigt, «von den Mitarbeitern sofort akzeptiert worden» und bewähre sich bereits im Alltag. «Unser gesamtes Haus wurde erst zum Umzugstermin fertiggestellt. Die neue Verschieberegalanlage wird für viele Jahre ihre Zwecke erfüllen», erläutert Dr. Tiesmeyer weiter. Auch kapazitätsmässig sollte sie ausreichen, da Weickmann & Weickmann derzeit mit der Digitalisierung neu anzulegender Akten beginnen, wo die Beschaffenheit der Originalunterlagen dieses Vorgehen zulässt. Allerdings wird es angesichts der jahrzehntelangen Aufbewahrungsfristen für bestehende Akten eine papierlose Kanzlei auch in fernerer Zukunft nicht geben. <<
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