Die Lage der Schweizer Tech-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandte Technologiebranchen) ist nach wie vor angespannt. (Bild: Swissmem)
Lage der Tech-Industrie

Abschwung setzt sich fort

Die Lage der Schweizer Tech-Industrie ist nach wie vor angespannt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres reduzierten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode die Umsätze um -4,2 Prozent, die Güterexporte um -3,6 Prozent und die Auftragseingänge um -0,3 Prozent. Die wichtigsten Indikatoren deuten nicht auf eine baldige Erholung hin. Der Verband Swissmem erläutert die Gründe und gibt Handlungsempfehlungen.

Weiterlesen
Ein CSEM-Experte entlädt sorgfältig dünnschichtige Li-Metall-Anoden, die durch thermische Verdampfung abgeschieden wurden, auf einen Cu-Stromkollektor. (Bild: Christian Beutler)
Batterieinnovation beschleunigen

CSEM eröffnet ersten Schweizer Trockenraum

Das Schweizer Technologie-Innovationszentrum CSEM eröffnet den ersten Trockenraum der Schweiz für die Batterieentwicklung. Diese hochmoderne Infrastruktur im CSEM Battery Innovation Hub (BIH) ist ein Meilenstein für die Industrialisierung von Batterien der neuen Generation. Ab September 2025 wird der Trockenraum mit einem extrem niedrigen Taupunkt von –50 °C optimale Bedingungen für die Verarbeitung feuchtigkeitsempfindlicher Materialien wie Lithium bieten. Zudem ist er mit einer Pilotlinie zur Montage von Pouch-Zellen – wie sie in Elektroautos und Smartphones verwendet werden – ausgestattet, wodurch die Marktreife neuer Batterietechnologien erheblich beschleunigt wird.

Weiterlesen

Anbieter zum Thema

Schub für neue Antriebe: Laserauftragschweissen (LMD) soll für eine schnellere und kostengünstigere Produktion von Antriebsdüsen für die nächste Raketengeneration des Ariane-Programms sorgen (im Bild: erfolgreicher Start einer Ariane 5). (Bild: ESA/CNES/Arianespace)
Ökologischer Fussabdruck für Flugzeuge und Raketen: Fraunhofer ILT setzt auf additive Fertigung und Leichtbau

Mit 3D-Druck zur grünen Luft- und Raumfahrt

Die Vorgaben der Europäischen Kommission sind ehrgeizig: Die «ReFuelEU Aviation»-Verordnung schreibt eine Drosselung der CO2-Emissionen der Luftfahrt bis zum Jahr 2050 um 60 Prozent im Vergleich zu 1990 vor. Geplant ist ausserdem ein umfassendes EU-Weltraumgesetz (EUSL), unter anderem mit Regeln zur Nachhaltigkeit von Weltraumaktivitäten. Unterstützung erhalten Aerospace-Unternehmen vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen (D) und seinen neuen additiven Fertigungsverfahren, die den ökologischen Fussabdruck erheblich verbessern und die Produktionskosten senken sollen.

Weiterlesen

Bildergalerien

Für ein gutes Ergebnis beim Bohren mit Vollhartmetall muss der gesamte Bohrprozess analysiert werden. (Bild: Koch Visuals)
Der Prozess bestimmt den Bohrer

Praktische Tipps zum Vollhartmetallbohren

Heute entfällt in der zerspanenden Metallbearbeitung auf das Bohren ein Grossteil der Bearbeitungen. Vielleicht ist Bohren deswegen auch die Anwendung, über die man sich seltener Gedanken macht, wenn ein neuer Bearbeitungsprozess geplant wird. Und noch viel weniger, wenn er bereits einigermassen erfolgreich läuft. Tatsächlich lohnt es sich aber, auch beim Bohren kritisch auf die laufenden Prozesse zu schauen.

Weiterlesen
Cyclometric beweist, wie wichtig ein Zusammenspiel aus technischen Lösungen, innovativen methodischen Ansätzen und einem Bewusstseinswandel ist. (Bild: Fraunhofer IAO)
Fraunhofer auf der Hannover Messe

Neue Perspektiven für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Konkrete Lösung für drängende Herausforderungen: Im Projekt Cyclometric haben Forschende des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Lösung entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht, Nachhaltigkeitsbewertungen und Kreislaufwirtschaftskonzepte bereits in frühe Entwicklungsphasen zu integrieren – genau dort, wo die grössten Hebel für eine umweltverträgliche Gestaltung liegen.

Weiterlesen
Dr. Jürg Marti, ehem. Direktor Swissmechanic: «Persönlich bin ich aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage der Meinung, dass die militärische Sicherheit ein immer wichtiger werdender Wettbewerbsfaktor für die Schweiz und Europa ist.» (Bild: Swissmechanic)
Exklusiv-Interview mit Dr. Jürg Marti, ehem. Direktor Swissmechanic

Dr. Jürg Marti über Krisen, Chancen und die NATO

Dr. Jürg Marti, bis Ende November 2024 Direktor von Swissmechanic Schweiz, sprach im SMM-Interview im November 2024 über die Krisen, die seine Amtszeit geprägt haben, und über die Wettbewerbsfaktoren, die bei deren Bewältigung entscheidend sind: technologische Alleinstellungsmerkmale, Investitionen in Digitalisierung, gut ausgebildete Fachkräfte, eine «unbürokratische liberale Politik» und – last but not least – militärische Sicherheit, wo er sich eine offene Diskussion betreffend NATO-Mitgliedschaft wünscht.

Weiterlesen