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Schrauben statt gipsen
Ende der 50er Jahre gelangte eine Gruppe von Schweizer Chirurgen zur Überzeugung, dass Frakturen besser operativ mit Implantaten als mit Gips und Streckbehandlungen versorgt werden. Synthes verhalf dieser Idee zum Durchbruch, indem sie das nötige Know-how in Metallurgie und Produktionstechnologie zur Verfügung stellte.
Da sich diese revolutionäre Idee rasch über die Grenzen der Schweiz ausbreitete und das Netzwerk von Chirurgen und Operationspersonal wuchs, wurde 1984 die AO-Stiftung im AO-Zentrum in Davos gegründet.
Die Zusammenarbeit zwischen Synthes und der AO-Stiftung ist auch heute noch eng. Die Produkte von Synthes werden durch eine unabhängige, medizinisch geleitete Technische Kommission (AOTK) der Stiftung getestet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Wirksamkeit und Qualität von neuen Produkten durch medizinische Studien belegt werden.
Breite Produktpalette für eine optimale Patientenversorgung
Bis zu Beginn der 70er Jahre begrenzten sich die Aktivitäten von Synthes auf Arm- und Beinbrüche, doch die operative Behandlung wurde bald auch bei anderen Teilen des Skeletts möglich. So begann das Unternehmen in den siebziger Jahren mit der Produktion von Implantaten für kranio-maxillofaziale Verletzungen (Schädel, Kiefer und Mittelgesicht) und in den 80er Jahren mit der Herstellung von Produkten für die Wirbelsäule. Überdies zählt Synthes zu den Pionieren in neuen, innovativen Technologien wie Biomaterialien (resorbierbare Implantate, Knochenersatzmaterialien) und Non-Fusion-Techniken (Bandscheiben, Bandscheibenkerne).
Neben den ganz unterschiedlichsten Implantaten stellen die verschiedenen Synthes-Produktionsstätten ebenfalls die passenden chirurgischen Instrumente her. Dazu zählen u.a. Schraubenzieher, Bohrbüchsen, Messinstrumente, Einschlaggeräte und Hämmer, die den Chirurgen bei seiner anspruchsvollen Arbeit unterstützen.
Einzelne Instrumente bestehen aus bis zu 40 Einzelkomponenten, die nur mit abteilungsübergreifender Koordination sowie modernsten Präzisionsmaschinen zu erreichen sind, die auch mit neuen Materialien (wie z.B. PEEK) zuverlässig arbeiten. Neue Produkte, die sich vielfach durch mehr dreidimensionale und kompliziertere Formen auszeichnen, erfordern einen hohen Genauigkeitsgrad mit minimalen Toleranzen.
Im Weiteren sind die Instrumente so konstruiert, dass die Keimfreiheit der Produkte durch einen einwandfreien Sterilisationsprozess in den Spitälern gewährleistet ist.
Erfolgsfaktoren
Für Synthes sind Innovation, Kundennähe und Ärzte-Ausbildung die kritischen Erfolgsfaktoren.
Die kontinuierliche Entwicklung von immer besseren Lösungen bildet die Grundlage für die ausgezeichnete Marktposition des Unternehmens. Ein Zeichen für die Innovationskraft ist, dass rund ein Viertel des Umsatzes mit Produkten erwirtschaftet wird, die nicht älter als drei Jahre sind.
In der Praxis führt die Kundennähe zu einer engen, meist langjährigen Partnerschaft zwischen Ärzten und Aussendienstmitarbeitenden. Chirurgen sämtlicher Ausbildungsstufen in allen Regionen der Welt werden modernste Trainings angeboten.
Hoher Ausbildungsgrad
Synthes investiert stark in regelmässige Trainings sämtlicher Produktionsmitarbeiter, die als Konstrukteure, Fertigungstechniker, Programmierer, CNC-Mechaniker, Qualitätstechniker sowie Logistiker arbeiten. Eine hohe Flexibilität und schnelle Einführung neuer Produkte wird durch optimierte Durchlaufzeiten und transparente Abläufe in der ganzen Wertschöpfungskette erreicht. Die Chirurgen und das Operationspersonal werden ebenfalls permanent geschult. Dabei werden sie von erfahrenen AO-Ärzten instruiert. Die Stiftung organisiert jährlich weltweit über 160 Kurse und hat seit den Anfängen über 230'000 Chirurgen und über 120'000 Mitglieder des Operationssaals in Theorie und Praxis geschult.
InformationSynthes GmbH Glutz-Blotzheim-Strasse 1?34500 Solothurn Tel. 032 720 40 60Fax 032 720 40 61www.synthes.com
