Eglin Präzisionsmechanik AG The art of machining

Von Matthias Böhm, Chefredaktor SMM 3 min Lesedauer

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Das familiengeführte Schweizer Unternehmen Eglin Präzisionsmechanik AG fertigt Präzisionsteile und Baugruppen für eine anspruchsvolle, internationale Kundschaft und ist Mitglied bei Swissmechanic. Qualität und Termintreue sind die Grundpfeiler des Erfolgs. Konsequentes Automatisieren sowohl im Fachbereich CNC-Drehen als auch im Fachbereich CNC-Fräsen, jahrzehntelange Erfahrung in der Zerspanung sowie Innovation und Digitalisierung sind dafür unabdingbar.

Automation in allen Bereichen: sowohl im Fachbereich CNC-Drehen mit automatischen Stangenlademagazinen bis 3m Länge als auch im Fachbereich CNC-Fräsen mit Roboterzellen für Teilehandling kann rund um die Uhr produziert werden.(Bild:  Eglin Präzisionsmechanik AG)
Automation in allen Bereichen: sowohl im Fachbereich CNC-Drehen mit automatischen Stangenlademagazinen bis 3m Länge als auch im Fachbereich CNC-Fräsen mit Roboterzellen für Teilehandling kann rund um die Uhr produziert werden.
(Bild: Eglin Präzisionsmechanik AG)

Die Eglin Präzisionsmechanik AG bearbeitet unterschiedliche Werkstoffe wie Buntmetalle, Aluminiumlegierungen, diverse Kunststoffe, Stähle und rostfreie Stähle. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Bearbeitung von Kupferlegierungen und Reinkupfer. Zudem hat das Unternehmen seine Beratungskompetenz für fertigungsgerechtes Konstruieren ausgebaut.

Automation in allen Bereichen

Das CNC-Drehen von kleinen Losgrössen und grossen Serien bis Ø 65 mm ab Stange gehört dabei zur Kernkompetenz. Sämtliche CNC-Drehzentren sind mit automatischen Stangenladesystemen für hohe Autonomie und Prozesssicherheit ausgerüstet. Somit kann praktisch rund um die Uhr produziert werden. Das gleichzeitige Bearbeiten an Haupt- und Abgreifspindel mit zwei oder mehr Werkzeugrevolvern mit angetriebenen Werkzeugstationen und Y-Achse erhöht die Bearbeitungsmöglichkeiten und verkürzt die Durchlaufzeiten. Im Fachbereich CNC-Fräsen kann dank Automationslösungen der Produktionsanlagen Brother Speedio S700X1&2 in Kombination mit Cellro- und Hainbuch-Roboterzellen unbemannt mittels Roh- und Fertigteilhandling rund um die Uhr und prozesssicher gefertigt werden. Dabei können bereits kleinere Losgrössen effizienter bearbeitet werden. Es können aber auch Grossserien von mehreren Zehntausend Stück kostengünstig und automatisiert gefertigt werden.

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Gesamte Prozesskette im Bereich der Zerspanung

Die Kunden der Eglin Präzisionsmechanik AG werden entlang der gesamten Prozesskette im Fertigungsbereich begleitet: Im Rahmen eines Kick-off-Meetings können zusammen mit den Kunden die konstruktiven Aspekte, die für die Fertigung wesentlich sind, um das Bauteil schnell, automatisiert und prozesssicher herstellen zu können, besprochen werden. «Der Kunde kann mit einem fertigen 3D-Modell oder mit einer Handskizze zu uns kommen. Wir springen in jeder Projektphase flexibel und kompetent ein und erarbeiten gemeinsam konstruktive Lösungen. Im Idealfall sind wir bereits in der Konzeptionsphase involviert, denn je früher unser fertigungs- und montagespezifisches Know-how in den Entwicklungsprozess einfliesst, desto wirtschaftlicher entwickelt sich der Gesamtprozess des Kunden», sagt Eglin zum Thema Engineering.

Von der Kupfer-Bearbeitung zum Vorreiter in der Bleifrei-Zerspanung

Die Fertigung von Kupferkomponenten unterschiedlicher Grös­se und Geometrie gehört zu einer der Kernkompetenzen der Eglin Präzisionsmechanik AG. Das Drehen von Kupferbauteilen ist einer der anspruchsvollsten Teilbereiche in der Zerspanung. S. Eglin: «Unser Fokus auf der Kupferzerspanung liegt unter anderem in einem unserer Kundensegmente begründet: Die Elektroindustrie macht sich u.a. die Leitfähigkeit von Reinkupfer zunutze. Hersteller von Steckverbindern im Hochspannungs- und Starkstrombereich profitieren vom Know-how der Eglin Präzisionsmechanik AG.» Kupfer weist bei der Zerspanung eine hohe Wärmeentwicklung und ein schwieriges Spanbruchverhalten auf. Beides sind Eigenschaften, welche die Prozesssicherheit beeinträchtigen. Besonders anspruchsvoll wird es bei der Innenbearbeitung oder bei Bohrungen, wo es zu Störungen in den Bearbeitungsprozessen kommen kann. S. Eglin: «Kontrollierter Spanbruch ist eine Grundvoraussetzung, um Kupfer prozesssicher bearbeiten zu können. Ohne die nötige Erfahrung und Integration neuester Dreh- und Frässtrategien sowie modernster Fertigungstechnologien ist dies praktisch nicht realisierbar.» Prozesssicherer Spanbruch gehört zu einem der wichtigsten Faktoren im Drehbereich, um eine bedienlose Produktion zu ermöglichen. Die Spanbruch-Thematik wird in den kommenden Jahren massiv zunehmen, weil in vielen Werkstoffen (insbesondere Messing) aufgrund der REACH- und RoHS-Verordnungen der Europäischen Union (EU) kein Blei mehr zulegiert werden darf. Es sind ähnliche Herausforderungen wie bei der Kupferbearbeitung zu bewältigen. Bei der Eglin Präzisionsmechanik AG sind diese Herausforderungen durch die Kupferbearbeitung bereits seit Jahren ein Thema. Mit der Investition in die topmoderne CNC-Drehmaschine Miyano ANX-42 SYY mit LFV-Technologie hat die Firma Eglin zusätzliche Argumente, diese Herausforderung zu meistern. Die von Citizen entwickelte LFV-Spanbruchtechnologie «Low-Frequency Vibration Cutting» unterstützt dabei zusätzlich, langspanende Werkstoffe prozesssicher zu bearbeiten. Industriekunden, welche aufgrund der erwähnten Verordnungen oder aufgrund von Image-Überlegungen bereits heute auf bleifreie Werkstoffe und Komponenten setzen, finden mit der Firma Eglin Präzisionsmechanik AG genau den richtigen Zulieferer im Bereich der Zerspanung.

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