Aufbau einer Helikopter-Industrie mit Swissness als Erfolgsfaktor und weltweiter Ausstrahlung

Top-Getriebe für ersten Schweizer Leichthelikopter

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Übereinstimmende Daten

Um auftretende Verformungen zu kompensieren, wurden topologische Modifikationen der Flankenlinienkontur angebracht. Die Auswirkungen einer Flankenlinienkorrektur konnten auf diese Weise schnell beurteilt werden. Die Resultate von den Abwälzberechnungen (mittels FEM durchgeführt) wurden mit denjenigen der Kontaktanalyse von Kisssoft verglichen, worauf sich eine gute Übereinstimmung der Daten feststellen liess.

Selbstverständlich gibt es in dieser Phase immer wieder Optimierungsansätze, die einen Einfluss auf die Grundparameter des Getriebes ausüben. Mit Kisssys konnten diese schnell umgesetzt und der Einfluss auf das Getriebe betrachtet werden. Durch die CAD-Schnittstelle flossen die Daten ausserdem ohne Umwege in die Konstruktion am CAD ein.

Verschiedenste Varianten durchspielen

Die Arbeit mit einem standardisierten Auslegungsprogramm bereits in dieser frühen Entwicklungsphase und dem Aufbau einer durchgehenden Kette für die Konzeption eines Getriebes hat sich äusserst gut bewährt. Die rasche Visualisierung und Berechnung von Ergebnissen ermöglicht eine Steigerung der Effizienz, da verschiedenste Varianten durchgespielt werden können. Dieser Vorteil erlaubt es auch, eine exotische Variation vorzunehmen, die schliesslich in Kombination mit einer anderen Variante eine brauchbare Lösung ergeben kann. Dies ist vor allem wichtig, weil gerade bei Luftfahrzeugen ein Spielraum bezüglich ihres Gewichtes nicht gegeben ist und somit das Erreichen einer möglichst optimalen Auslegung wichtig wird.

Das erste Getriebe wurde innerhalb von einem Jahr entwickelt und gebaut. Die ersten Tests auf dem speziell für das Hauptgetriebe entwickelten Prüfstand sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Für die weitere Zukunft wäre sicher ein Modul für die Kontaktanalyse von Kegelrädern gewünscht, wobei auch dies mit Kisssys durchgeführt werden kann.

Weltweit Bedarf

Die Serienproduktion wird voraussichtlich 2014 anlaufen. Im ersten Jahr will Marenco zehn Maschinen fertigen. Der Stückpreis wird sich auf zwei bis drei Millionen Franken belaufen. Firmenchef Martin Stucki ist zuversichtlich, mit dem je nach Konfiguration bis zu achtplätzigen Helikopter an die Spitze des Weltmarkts für einmotorige Leichthelikopter vorzustossen. Den weltweiten Bedarf in den nächsten zehn Jahren schätzt das Unternehmen auf mindestens 7 500 Maschinen. <<

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