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Vision Sensoren für die Kontrolle der Schutzkappen
Die Maschinen für diese Produktionszahlen werden in Melsungen durch einen eigenen Sondermaschinenbau entwickelt, gefertigt und automatisiert. «Wichtig für B. Braun ist dabei vor allem die Produktqualität sowie die Quantität. Wir prüfen hier jedes Detail unserer Artikel. Jeder Produktionsfehler kann Menschenleben kosten, so dass wir die Qualität an die erste Stelle setzen. Eine 100%-Kontrolle ist bei uns schon lange vorgeschrieben», sagt Stefan Opitz, SPS-Techniker und Bildverarbeitungsspezialist bei B. Braun.
Eine wichtige Inspektion ist die Anwesenheitskontrolle der Schutzkappen auf den Anschlüssen zum Infusionsbehälter sowie am Verbindungsstück zum Venenkatheter. Beide Bereiche müssen besonders geschützt sein, um einen keim- und partikelfreien Anschluss zu gewährleisten.
Mit den Verisens-Vision-Sensoren von Baumer setzt B. Braun dabei auf die integrierte leistungsstarke konturbasierte Verarbeitung. «Wir haben auch verschiedene andere Geräte getestet, aber schnell war klar, dass Verisens unsere Anforderungen am besten erfüllt», so Opitz.
Messwerte ermöglichen eine sichere Erkennung
«Wir können im Rahmen eines validierten GMP (Good Manufacturing Practice, Anm. des Verfassers) konformen Prozesses die Grenzwerte des Kantenabstands und damit den Durchmesser für die Erkennung der Schutzkappe eingeben. Diese Möglichkeit ist bei einem Mustervergleich nicht gegeben. Hier kann man nur die zulässige Abweichung bestimmen, man hat keine Masse zur Verfügung, um einen genau definierten Grenzwert zu überwachen. Die Funktion Kantenabstand von Verisens ermöglicht uns eine viel stabilere Erkennung und ist auch für alle beteiligen Mitarbeiter nachvollziehbar», erklärt Opitz.
Die Integration der Sensoren war leicht durchzuführen. «Die Option für C-Mount hat uns grosse Freiheiten bei der Wahl der Objektive gegeben», führt Opitz weiter aus. «So gab es keine Beschränkungen bezüglich des Arbeitsabstands des Gerätes. Der laminare Luftstrom in den Maschinen wird nicht gestört und selbst eine nachträgliche Integration in andere Maschinen ist möglich.»
Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die zuverlässige Erkennung der Merkmale. Dank der integrierten Konturverarbeitung sind Einflüsse durch wechselnde Lichtverhältnisse kein Problem. «Verisens ist ein sehr robustes Tool für uns, das dennoch schnell und einfach in Betrieb zu nehmen ist. Mit der Inspektion der Schutzkappen haben wir ein erstes Projekt umgesetzt und sehr positive Erfahrungen gesammelt, so dass wir jetzt weitere Aufgaben angehen werden», freut sich Stefan Opitz.
Test erfolgreich bestanden
Für den Einsatz in der Produktion musste noch die Qualitätssicherung überzeugt werden. Bereits im ersten Anlauf konnte der Sensor dabei seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. «Wir mussten mehrere tausend Infusionsgeräte als Absicherung des Sensors und des geänderten SPS-Programms an den Maschinen produzieren, die dann vollständig von der Qualitätssicherung im Rahmen der Validierung und Qualifizierung kontrolliert wurden. Der Verisens hat alle eingestreuten Fehlteile sicher erkannt, die Fehlteile wurden dann durch die Maschine automatisch aussortiert», fasst Stefan Opitz zusammen. Seitdem laufen die Geräte bei B. Braun im Dauereinsatz. Jedes Infusionsschwerkraftgerät wird dabei während der Produktion inspiziert, Fehlteile können frühzeitig erkannt werden.
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