Swissmechanic Vuilleumier Technology AG, 3250 Lyss
Auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten ist es möglich, sich dank Spitzentechnologie erfolgreich auf dem Zuliefermarkt zu behaupten. Zwei praxisgereifte Swissmechanic-Jungunternehmer haben den Beweis angetreten.Von Robert Z. Welna
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Mitten auf der grünen Wiese, im neu erschlossenen Industriegebiet in Lyss-Süd befindet sich ein in jeder Hinsicht mustergültiger Vorzeigebetrieb eines Swissmechanic-KMU-Betriebes der MEM-Branche und im wahrsten Sinn ein Schmuckstück in Sachen Architektur, Werkstättengestaltung mit modernsten Produktionsmaschinen und den beinahe klinisch sauberen Arbeitsplätzen sowie in der Logistik der produktiven Abläufe. Abgerundet wird der äussere Eindruck von hellen Arbeitsplätzen in Technik und Verwaltung und nicht zuletzt im grosszügig gestalteten Aufenthaltsraum für die Mitarbeitenden.
Geschichte
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1987 von Charles Vuilleumier als kleines Präzisionsmechanik-Atelier in Dotzingen. 1990 trat Sohn Patrick in den elterlichen Betrieb ein. Nach einem Umzug im Jahre 1992 nach Täuffelen folgte ein Jahr später auch Sohn Michel in den Kleinbetrieb. Bereits 1999 musste der Betrieb in Täuffelen mit einem Neubau auf eine Grundfläche von 900 m2 erweitert werden. Als sich im Jahre 2007 die Möglichkeit eröffnete, auf der grünen Wiese in Lyss einen Neubau nach eigenen Plänen zu realisieren, wagte man diesen wichtigen unternehmerischen Schritt und konnte im Jahre 2008 den modernen Neubau mit über 2000 m2 Fläche im Industriegebiet von Lyss-Süd beziehen.
Der Unternehmungsgründer, Charles Vuilleumier, hat sich in den letzten Jahren aus den operativen Tätigkeiten zurückgezogen und bekleidet das Amt des Verwaltungsratspräsidenten der Vuilleumier Technology AG.
Das 1987 als Zulieferbetrieb gegründete Unternehmen hat sich mit dem technologischen Fortschritt weiterentwickelt und sich in den letzten Jahren auf die Bearbeitung von präzisen Implantaten und medizinischen Instrumentarien, auf die Herstellung von Komponenten für die Luftfahrtindustrie, den Motorsport sowie für die Maschinen- und Automationsindustrie spezialisiert.
Schon früh entdeckte man, dass die CAM-Technologie zukunftsweisend sein würde und investierte in den 5-Achsen-Bereich. Bereits 1992 war man in der Lage, komplexe Werkstücke aus unterschiedlichen Werkstoffen herzustellen, und man hat sich mit zehn 5-Achsen-Zentren eine professionelle Basis geschaffen. Zusätzlich steht heute ebenso ein Roboter zur Automatisierung zur Verfügung. Das Unternehmen beschäftigt heute 11 hochmotivierte und fachkompetente Berufsleute, eingeschlossen 2 Polymechaniker-Lernende. Die schwierige Wirtschaftslage der vergangenen Monate wurde auch in diesem KMU-Betrieb spürbar. Dank der Vielseitigkeit auf höchstem technischen Niveau konnte man die Krise jedoch ohne Kurzarbeit oder gar Entlassungen meistern.
Zum breit gestreuten Kundenstamm zählen beinahe ausschliesslich Unternehmen aus der Schweiz. Rund 50 Prozent des Umsatzes wird im Bereich der Medizintechnik erzielt. Die anderen Umsatzträger sind die Bereiche Automation, allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Uhrenindustrie und Automobil. Serien in grossen Stückzahlen zählen eher zu den seltenen Aufträgen. Die Stärke sieht man in Klein- bis Mittelserien, wobei auch der Prototypenbau dank der hochentwickelten Umsetzungskompetenz in rationelle Fertigungsmöglichkeiten stetig an Bedeutung gewinnt.
Die beiden Jungunternehmer sind stolz, dass sie den von ihrem Vater vor bald 25 Jahren gegründeten Kleinbetrieb erfolgreich festigen und kontinuierlich ausbauen konnten. Sie dürfen auch stolz sein, dass sie mit einer berufsorientierten Ausbildung heute einen Spitzenrang im Bereich der High-End-Frästechnologie einnehmen können. Patrick und Michel Vuilleumier legen auch Wert auf eine kontinuierliche betriebliche Weiterbildung der Mitarbeitenden. Dies motiviert und fördert das gute Arbeitsklima in diesem Swissmechanic-Musterbetrieb. Dank dem auf Langfristigkeit ausgerichteten, gezielten Einsatz von Kapital sowie von Mensch und Maschinen kann dieses Jungunternehmen optimistisch in eine gesicherte Zukunft in der MEM-Branche blicken.
