Wege aus der Krise im Maschinenbau

Redakteur: Redaktion SMM

Die Oliver Wyman Managementberatung hat eine Studie zur Restrukturierung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau erarbeitet. Sie zeigt auf wie Unternehmen einen nachhaltigen Weg aus der Krise finden können.

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Nach den drastischen Produktionseinbrüchen 2009 hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau zuletzt Erholungstendenzen gezeigt. Die Krise ist damit aber keineswegs ausgestanden, denn der Markt wird voraussichtlich in den nächsten Jahren noch deutlich unter dem hohen Niveau von 2008 bleiben. Denwirkungsvollen Sofortmaßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssteigerung, die viele Unternehmen konsequent umgesetzt haben, müssen nun je nach Unternehmenssituation weitere Strukturanpassungen oder Investitionen in neue Wachstumsfelder folgen. Gleichzeitig ist die Finanzierung sicherzustellen. Ein aktives Krisenmanagement sowie die kontinuierliche und professionelle Kommunikation mitKapitalgebern sind unverzichtbar, um die Krise nachhaltig zu überwinden. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Restrukturierungsstudie von Oliver Wyman „Rückkehr zu Wachstum und Profitabilität im deutschen Maschinen- und Anlagenbau“.Auf das Niveau von 2003 zurückgefallenVon 2003 bis 2008 hat das Produktionsvolumen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau kontinuierlich zugenommen. Die Boomjahre 2007 und 2008 waren getrieben durch ein starkes Wachstum in den Schwellenländern und ein hohes Investitionsaufkommen aufgrund günstiger Kredite. In Erwartung anhaltenden Wachstums bauten viele Fertigungsunternehmen zudem weitere Kapazitäten auf. Doch 2009 erlebte die Branche einen Abschwung bislang nicht gekannten Ausmaßes. Gemessen am Vorjahr ist die Produktion um rund 26 Prozent eingebrochen, das Volumen fiel damit in etwa auf das Niveau von 2003 zurück. Haupttreiber für den drastischen Einbruch war die Investitionszurückhaltung auf Kundenseite. Dies belastete insbesondere den Export.Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau machen zehn Hauptsektoren rund 70 Prozent des gesamten Produktionsvolumens aus. Sie bedienen nicht nur Branchen mit unterschiedlichen Konjunkturzyklen wie die Konsumgüterindustrie und Industrieproduktion. Auch die Beschaffungszeiten und Lebensdauer der Maschinen differieren deutlich. Entsprechend waren die Produktionsrückgänge in den einzelnen Segmenten unterschiedlich intensiv. Die stärksten Einbrüche verzeichneten Textilmaschinen (-35 Prozent) und Werkzeug- sowie Kunststoffmaschinen (jeweils -33 Prozent). Glimpflicher davon kamen Segmente wieMaschinen für die Nahrungs- und Genussmittelbranchen mit einem Minus von 15 Prozent. Ausgeblieben sind 2009 vor allem Investitionen in Maschinen und Anlagen zur Kapazitätserweiterung oder Produktivitätssteigerung.