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Zahlreiche der einzelnen Komponenten wurden zuerst in Simulation am Rechner vorentwickelt und dann auf ein kleines eins zu fünf Modellfahrzeug portiert und dort erprobt. «Die Studierenden sind mit dem Modellauto dann in die Turnhalle gezogen, um ihre Entwicklungen auszuprobieren», erklärt Bergmiller. Eine Hundeleine diente hier als Sicherung, um Crashs zu vermeiden. Die jungen Autobauer mussten deshalb immer zu zweit sein, einer steuert das Auto, der andere läuft hinter dem Auto her und hält es an der Leine fest. Die Kosten von 310 000 Euro haben die Braunschweiger aus Institutsmitteln und Sachspenden bestritten. Es gibt keine vertragliche Bindung an Industriepartner. Gleichwohl seien Unternehmen sehr an einzelnen Komponenten interessiert. Für die beteiligten Studierenden ist das Projekt daher auch hinsichtlich ihrer späteren Karriere interessant. «Über unsere Absolventen funktioniert bei uns der grösste Teil des Wissenstransfers», erläutert Maurer stolz.
Zu stark für die Strasse
«Leider hat unser Auto keine Strassenzulassung, und auch auf unserem Testgelände können wir es nicht voll ausfahren», sagt Bergmiller. Die Frage, warum Ingenieure überhaupt so ein Auto bauen, beantwortet Markus Maurer. Man habe sich von den Forschungspartnern wie Chris Gerdes an der Universität Stanford inspirieren lassen: «Einfach, weil man daraus etwas lernen kann.» Tatsächlich enthält das Fahrzeugkonzept grundlegende Elemente für die Autos der Zukunft. Kernstück der Forschung ist das vollkommen neue Sicherheitskonzept. Da die Autos immer autonomer fahren und aus immer mehr Elektronik bestehen, wird dies bald existenziell wichtig sein. Die Sicherheitskonzepte der autonomen Autos der Zukunft müssen von selbst funktionieren. Denn es wird keine Menschen geben, die im Zweifelsfall wieder übernehmen. «Wir haben das stärkste mögliche E-Fahrzeug gebaut. Denn wenn wir dies im Griff haben, können wir auch mit schwächeren Fahrzeugen umgehen», erklärt Maurer.
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