Zahnflankenverschleiss-Bekämpfung
Im Medizinal- oder Lebensmittelbereich dürfen Kunststoffgetriebe häufig keinen Schmierstoff enthalten. Der Zahnflankenverschleiss stellt das dominierende Schadenskriterium bei trockenlaufenden
Im Medizinal- oder Lebensmittelbereich dürfen Kunststoffgetriebe häufig keinen Schmierstoff enthalten. Der Zahnflankenverschleiss stellt das dominierende Schadenskriterium bei trockenlaufenden Kunststoff-Zahnrädern dar. Mit der KISSsoft Version 08/2009 lässt sich der örtliche Verschleiss (im Relativ-Massstab mit Strahlen in Normalrichtung auf der Zahnflanke) und die verschlissene Flanke in Echt-Koordinaten grafisch darstellen. Bei der Interpretation der Resultate ist zu beachten, dass sich durch den zunehmenden Verschleiss der Zahnflanke die lokalen Verhältnisse (Linienlast, Gleitgeschwindigkeit) etwas verändern und dadurch auch die Verschleisszunahme. Bei stark verschlissenen Flanken sind daher Abweichungen von der Realität zu erwarten.
Der lokale Verschleiss lässt sich aus dem spezifischen Gleiten und der Linienlast in jedem Kontaktpunkt berechnen, sofern für den entsprechenden Werkstoff der Verschleissfaktor jeweils bekannt ist. Dieser Faktor kann auf Zahnrad-Prüfständen gemessen und dann in Abhängigkeit der Temperatur in KISSsoft hinterlegt werden, wobei diese Prüfstandversuche aufwändig sind. Durch ein einfacheres Prüfverfahren lässt sich der gewünschte Wert auch approximativ ermitteln. Es wird noch untersucht, wie realitätsgetreu der durch eine vereinfachte Messung sich ergebende Koeffizient jeweils ausfällt, und in welchem Grad er auf die Berechnung von Zahnrädern anwendbar ist.
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