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Recycling von Wertstoffen
Im Bereich »Recycling-Technologien« ist das Ziel der Wissenschaftler möglichst viele Wertstoffe unter strengen wirtschaftlichen Kriterien zurück zu gewinnen.
Ein Beispiel ist Elektroschrott: Unterhaltungs- und Kommunikationsgeräte stecken voller unterschiedlichster Funktionsmetalle. Im Handy sind es bis zu 30 verschiedene, in einem Computer bis zu 50. Aber oft sind diese Metalle – ohne die nichts funktioniert – nur in winzigen Mengen in einem Gerät. »Betrachtet man das Produkt Handy wird schnell deutlich wie sich die Feinverteilung der Metalle – man sagt dazu auch Dissipation – auswirken«, erklärt Prof. Armin Reller, Leiter der Projektgruppe. »Das Problem ist, dass uns durch diese Feinverteilung in Alltagsprodukten manche Rohstoffe zwischen den Fingern zerrinnen, weil es nicht gelingt, sie wirtschaftlich dem Stoffkreislauf wieder zu zuführen«.
Beim Produktdesign ansetzen
Am besten ist es da, direkt beim Produktdesign anzusetzen und schon Entwurf und Konstruktion so anzulegen, dass sich die Wertstoffe erneut oder weiter nutzen lassen. Enormes Potential sieht Prof. Dr. Armin Reller auch im Bereich der erneuerbaren Energien: »Betrachtet man den Boom bei den neuen Energietechnologien – Solar- und Windkraftwerke – dann muss man eigentlich heute schon an den Re-Use, das Re-Manufacturing oder das Recycling der eingesetzten Funktionsmaterialien denken. Denn für viele dieser Wertstoffe ist es lohnenswert, sie wiederzugewinnen und weiter zu verwenden«.
Substitution von Rohstoffen
Im dritten Themengebiet der Fraunhofer-Projektgruppe IWKS geht es um die Substitution von Rohstoffen. Die Wissenschaftler werden Werkstoffe, Prozesse und Produkte identifizieren und entwickeln, die zum einen die Rohstoffeffizienz erhöhen und zum anderen kritische Rohstoffe ersetzen können. Kritisch bedeutet in diesem Zusammenhang, Stoffe die knapp sind oder werden, weil die Quellen endlich sind oder weil ihr Abbau in Krisengebieten erfolgt. Die Projektgruppe soll ökonomisch und ökologisch sinnvolle Werkstoffalternativen entwickeln, für eine langfristig gesicherte Rohstoffversorgung der verarbeitenden Industrie.<<
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