>> Solar Impulse auf internationalem Flug
Es ist abgehoben und lässt zum ersten Mal die Schweizer Grenze hinter sich: Das Solar Impulse-Flugzeug, das nur mit Sonnenenergie fliegt, hat seine erste internationale Destination angesteuert, die europäische Hauptstadt Brüssel. Am dortigen Flughafen ist der Flieger vom 23. bis 29. Mai für ausgewählte Besuchergruppen zu besichtigen, darunter Vertreter der europäischen Institutionen, Journalisten, Schüler und Studenten.
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Das Flugziel Brüssel als erste Destination ausserhalb der Schweiz kommt nicht von ungefähr: Bereits 2008, noch bevor das Solarflugzeug existierte, übernahm die Europäische Kommission öffentlich die Patenschaft für das Projekt der Schweizer Luftfahrtpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg. Zudem fällt der Aufenthalt des Solarflugzeugs mit der „Green Week“ zusammen – der grössten europäischen Umweltkonferenz, an der auf Einladung der Europäischen Kommission zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilnehmen.
Technisches Know-how von Bayer Material Science
Bayer Material Science ist seit 2010 offizieller Partner und steuert technisches Know-how und Hightech-Polymerwerkstoffe bei, die den Flieger besonders leicht und damit energiesparend machen. Vergangenen Juli zeigte Solar Impulse mit dem ersten Tag-und-Nacht-Flug ohne Treibstoff das enorme Potenzial neuer Technologien. Angetrieben nur durch Sonnenenergie blieb der Flieger 26 Stunden ununterbrochen in der Luft.
„Solar Impulse hat bereits Rekorde aufgestellt, und darauf können alle an diesem Projekt Beteiligten ausserordentlich stolz sein“, erklärte Patrick Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer MaterialScience. „Die Landung in Brüssel hat Symbolwirkung: Sie zeigt, was sich mit Entschlossenheit und neusten Technologien erreichen lässt.
Penible Vorbereitung
Die erste Landung ausserhalb der Schweiz ist penibel vorbereitet worden. Testflüge, Wetterberechnungen, Logistik und Sicherheit – alles musste sorgfältig geplant und organisiert werden. Um sich in einem so komplexen Umfeld wie dem internationalen Luftverkehr und dem Flughafen Brüssel zu bewegen, waren alle möglichen Szenarien vorauszuplanen. Zudem mussten für alle zu durchquerenden Lufträume spezielle Bewilligungen bei den jeweiligen Luftfahrtbehörden eingeholt werden. Sicherheit und Erfolg der anspruchsvollen Flugmission hängen von einem Team von Spezialisten ab, darunter Meteorologen, Fluglotsen, Ingenieuren und Informatikern.
Weiterreise nach Paris
Nächstes Ziel der Maschine ist der Flughafen Paris-Le Bourget in Frankreich. Das Solarflugzeug wird dort als „Special Guest“ der 49. Internationalen Luft- und Raumfahrt-Schau vom 20. bis 26. Juni erwartet.<<
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