Im Jahr 1900 wurde der SMM von Friedrich Lutz, Inhaber eines Werkzeugmaschinenunternehmens, gegründet. Heute hat der SMM 120 Jahre auf dem Buckel und dabei einige Krisen – «Weltwirtschaftskrise 1929» und «Frankenschock 2011» inklusive – gemeistert. In den letzten 20 Jahren hat sich der SMM diversifiziert und unter anderem den digitalen Herausforderungen gestellt.
Die Titelseite des SMM von 1914. Zu beachten das Kugellager-Inserat von Amsler & Co (www.amsler-feuerthalen.ch), die in diesem Jahr ihr 155-Jahr-Jubiläum feiern und seit Bestehen des SMM treuer Kunde sind.
(Bild: SMM)
120 Jahre SMM. Damit hat der SMM den Börsencrash 1929, zwei Weltkriege, die Spanische Grippe und den Frankenschock gemeistert. Derzeit stehen wir direkt in der Corona-Krise und stemmen mit unserem Team das 120-Jahr-SMM-Jubiläum. Nicht ganz einfach, aber machbar.
Werkzeugmaschinenhersteller gründet SMM
Gegründet wurde der Schweizer Maschinenmarkt im Jahr 1900 in Zürich. Und zwar als «Anzeiger für die Maschinen-, Werkzeug- und Eisenwarenindustrie». Der SMM war die Schweizer Werbeplattform für Gewerbe, Industrie sowie Werkzeug- und Werkzeugmaschinenhersteller.
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Friedrich Lutz, der Gründer des SMM, war Inhaber eines Werkzeugmaschinenunternehmens. Er nutzte den bereits seit fünf Jahren erscheinenden Deutschen Maschinenmarkt, der von Carl Gustav Vogel gegründet wurde, als Werbeplattform, der allerdings nicht auf den Schweizer Markt zugeschnitten war. Genau hier sah F. Lutz Nachholbedarf und lancierte 1900 den SMM. Als Werkzeugmaschinenhersteller sah F. Lutz einen grossen Nutzen eines solchen Industrieblatts, um Angebot und Nachfrage abzubilden. In den ersten Jahren war der SMM ein reines Anzeigenblatt, in dem auch F. Lutz für seine Werkzeugmaschinen inserierte. Begonnen als Anzeigenblatt, wurden zunehmend redaktionelle Berichte im SMM rund um die Produktionstechnik integriert. Im Verlauf der 20er-Jahre wurde das Aufgabenfeld breiter und für F. Lutz war die Zeit gekommen, einen neuen Inhaber für den SMM zu suchen. Der fand sich schnell. Und zwar mit dem Gründer des Deutschen Maschinenmarktes Carl Gustav Vogel.
1930: Carl Gustav Vogel übernimmt den SMM
Carl Gustav Vogel zögerte nicht lange und nahm die Schweizer «Kopie» des MM Deutschlands 1930 gerne in das Portfolio des Vogel-Verlags auf und setzte fortan auf technologische Inhalte, finanziert durch Werbung. Der SMM ist damit in den Besitz der Aktiengesellschaft für Verlag und Druckerei in St. Gallen übergegangen. Carl Gustav Vogel erhöhte die Auflage von 2000 auf 10 000. Zwei Jahre später, 1932, wurde der Sitz von Zürich nach Goldach verlegt, wo noch heute die Druckerei AVD ihren Sitz hat und eigenständig unter neuen Besitzverhältnissen (Kai Hebel, CEO und Inhaber) agiert. 1933 wurde man der Mehrsprachigkeit der Schweiz gerecht und lancierte erstmalig den MSM.
Die ersten Jahre im Besitz der Vogel-Familie waren alles andere als einfach. 1938 investierte Vogel noch in das Gebäude in Goldach, kurz bevor der Zweite Weltkrieg begann.
Nach den Kriegsjahren wurde der SMM von verschiedenen Verbänden (Galvanik, Kunststoffe, Luft-Klima-Wärme) als Fachorgan für Veröffentlichungen genutzt, die später als feste fachliche Bestandteile im SMM aufgenommen wurden, neben dem Schwerpunktthema Fertigungstechnik. Ab den 50ern ging es kontinuierlich bergauf.
1984: arabischsprachiger SMM
Ein Sprung ins Jahr 1984: Hier wurde erstmalig ein arabischsprachiger internationaler SMM «Swiss Industry» ins Leben gerufen. Ziel war es, die Schweizer Industrieunternehmen über den arabischsprachigen SMM in das zahlungskräftige Ausland zu bringen.
1985 erfolgte der Ausbau der Druckerei AVD, die seit 1972 eigenständig vom Verlag (Fachpresse Goldach AG) her agierte, aber nach wie vor zu Vogel gehörte. 1986 wurde der SMM umfangreicher. Ein Blick in die Statistik: 2700 Seiten musste die SMM-Redaktion pro Jahr akquirieren, redigieren und produzieren.
Ein Jahrzehnt später entschied die Verlagsleitung, dass der Standort des Verlages wieder zurück zu den Wurzeln des Gründers F. Lutz geführt werden muss. Zürich war Ende der 90er-Jahre im Bereich des Escher-Wyss-Areals durchaus noch industriell geprägt. Der aufstrebende Technopark wurde als die ideale Umgebung für den Verlag ins Auge gefasst. Neu hiess der Verlag Fachpresse Zürich AG, um der Internationalität des international agierenden Vogel-Verlags (Hauptsitz Würzburg) entsprechend Ausdruck zu verleihen.
Der Standort Zürich blieb zehn Jahre bestehen. Denn im Rahmen einer Akquisition des IT-Verlags Compress Media AG in Thalwil, im Jahre 2007, entschied sich die damalige Geschäftsführung, den Firmensitz von Zürich nach Thalwil am Zürichsee zu verlegen. Um die Nähe zum Mutterkonzern aufzuzeigen, wurde der Verlag in Vogel Business Media AG (2007) und in 2019 in Vogel Communications Group AG, jeweils an die Namensgebung des Mutterhauses, umbenannt.
120 Jahre Konstanz: Fokus Fertigungstechnik
Noch heute spiegelt sich die Herkunft des Gründers F. Lutz thematisch im SMM wider. Der SMM berichtet über neueste Produktionsmethoden und Fertigungsstrategien. Daran hat sich nichts geändert. Geändert haben sich dagegen die Formen der Veröffentlichungen. Seit dem Jahr 2000 ist der digitale Bereich zunehmend gewachsen und heute verfügt der smm.ch über mehr als eine Million Page-Impressions pro Jahr, was übrigens Schweizer Industriezeitschriften-Rekord ist. Darüber hinaus wurden drei Veranstaltungen ins Leben gerufen: SMM-Kongress (erstmalig 2012), SMM FertigungsFORUM (erstmalig 2016) und SMM AutomationsFORUM (erstmalig 2016). Seit 2013 ergänzen die beiden international erscheinenden Zeitschriften Schweizer Qualitätszulieferer (seit 2013) und Technologiestandort Schweiz (seit 2014) den SMM für exportorientierte Unternehmen in den DACH-Raum.
Stand vom 30.10.2020
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Zurück zum SMM: Seit Anfang 2000 setzt der SMM weiter auf Digitalisierung (smm.ch) und ist auch in 2020 im Industriebereich die führende digitale Schweizer Fachpublikation. Ob Banner, Videos, Webinare oder Podcasts: Mit dem SMM stehen alle digitalen Möglichkeiten offen. Im Print ist der SMM so stark wie eh und je. Und dass der Gründer des SMM ein Werkzeugmaschinenhersteller ist, zeigt der SMM deutlich auf: Denn ein SMM ohne Späne und Kühlschmierstoffe, ist kein echter SMM.