140 000 Besucher strömten zur EMO
>> Rund 140 000 Besucher aus über 100 Ländern besuchten die Weltleitmesse der Werkzeugmaschinenindustrie im September. Zum Abschluss zogen die meisten Veranstalter, Aussteller und Besucher ein positives Fazit. «Die EMO war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Besucher und Aussteller sind sich einig: Die EMO Hannover hat mit ihrem perfekten Verlauf ihre Position als Weltleitmesse der Metallbearbeitung weiter ausgebaut», sagte zusammenfassend Dr. Detlev Elsinghorst, Generalkommissar der EMO Hannover.
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Eines steht ausser Frage: Die EMO ist unter guten wirtschaftlichen Vorzeichen über die Bühne gegangen, zumindest aus Euro-Sicht. Die Schweizer Unternehmen konnten sich zwar ebenfalls nicht über mangelnden Zulauf beklagen, jedoch ist klar, dass aufgrund der Frankenstärke die Margen einbrechen, trotz hohen Umsatzniveaus. Gleichwohl ist die EMO für viele Schweizer Aussteller ein Muss. Hier trifft sich das «Who is who» der Fertigungsbranche. Das zeigen auch einige Stellungnahmen von Schweizer Ausstellern.
Das Branchenschaufenster der Welt
Martin Folini, CEO der K.R. Pfiffner AG in Thalwil betont: «Die EMO ist in unserer Branche das Schaufenster für die Welt. Hier trifft sich alles, was mit Werkzeugmaschinen zu tun hat. Wer hier nicht vertreten ist, verpasst entscheidende Impulse. Für uns ist die Messe ein Meilenstein, auf den wir mit unseren Produkten und Lösungen hinarbeiten. Das Publikum ist international, und es muss weiterhin der Anspruch der EMO bleiben, die Weltleitmesse zu sein.»
Willemin-Macodel: EMO ist absolutes Muss
Auch für den Westschweizer Werkzeugmaschinenspezialisten Willemin-Macodel aus Delémont ist die EMO ein absolutes Muss, wie Anne Hirtzlin, Manager Sales and Marketing Administration, sagt: «Die EMO ist eine sehr wichtige Ausstellung und für uns die Möglichkeit, in Kontakt mit Kunden und Maschinenbauern zu kommen. Wir nutzen die Gelegenheit, neue Produkte zu präsentieren und Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherkontakten.»
Tornos in guter Verfassung
Ein positives Feedback gab es auch von Michael Hauser, CEO der Tornos SA in Moutier und CECIMO-Präsident: «Die EMO ist ein wichtiges Sprungbrett für Werkzeugmaschinenunternehmen, um Aufträge zu generieren und ihre Reichweite in internationalen Märkten zu erweitern. Die EMO 2011 fand zu einem Zeitpunkt statt, in dem die europäische Werkzeugmaschinenindustrie wieder auf dem Wachstumspfad war, nach einer sehr harten Zeit während der globalen Wirtschaftskrise. Tausende von Unternehmen füllen die Hallen der EMO 2011 in Hannover. Das vermittelt eine klare Botschaft: Wir sind in guter Verfassung und sind zur EMO gekommen, der weltweit wichtigsten Messe für Metallbearbeitung, um unser Geschäft weiter anzutreiben.»
Solche Aussagen decken sich mit denen des Veranstalters. Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des EMO-Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinen-fabriken) fasste es konkret in Zahlen: «Die Werkzeugmaschinenindustrie läuft weiter auf vollen Touren. Insgesamt wurden allein während der sechstägigen Veranstaltung wieder Aufträge mit einem Volumen von mindestens 4,5 Mrd. Euro erteilt. Damit stehen die EMO-Aussteller nach den hohen Auftragszuwächsen der vergangenen Monate noch robuster im Markt.»
Sechs Tage hatten 2037 Aussteller aus 41 Ländern in Hannover unter dem Motto «Werkzeugmaschinen und mehr» ihre neuesten Maschinen, Lösungen und Dienstleistungen rund um die Metallbearbeitung präsentiert. «Viele Aussteller lobten vor allem die hohe Internationalität der Besucher. Knapp 40 Prozent der EMO-Gäste kamen aus dem Ausland. Die EMO spiegele die voranschreitende Globalisierung wider. Bei den ausländischen Fachbesuchern verschoben sich die Anteile von den europäischen hin zu den asiatischen und südamerikanischen Besuchern um gut 6,5 Prozentpunkte. Damit erreichte die EMO auch bei der Aufenthaltsdauer Spitzenwerte. Jeder vierte Besucher blieb mehr als drei Tage auf der EMO», berichtete Schäfer.
Erwartungen komplett erfüllt
Die positive Stimmung in der Branche zeigte sich in den Messehallen. Mehr als die Hälfte der Besucher hatte Entscheidungskompetenz bei Beschaffung und Einkauf. Entsprechend kamen nach Aussage der Messeleitung 55 Prozent der Fachbesucher mit konkreten Investitionsabsichten auf die EMO. Bei den ausländischen Gästen waren es sogar 75 Prozent. Rund die Hälfte der Besucher wollte in die Erweiterung ihrer Kapazitäten, 20 Prozent erstmals in Werkzeugmaschinen investieren.
Jean-Pierre Wilmes, CEO and President der AgieCharmilles, schätzt solche Kontakte, wie er betont: «Für uns ist die EMO eine ganz wichtige Messe, auf der wir Kontakt zu unseren Kunden haben und auch Neukunden gewinnen. Wir zeigen Lösungen, um die Arbeitsprozesse zu verbessern. Die EMO ist ein fester Termin in unserem Kalender, bereits der Auftakt hat unsere Erwartungen komplett erfüllt.»
Schleifring: 100 Maschinen verkauft
Peter Lütjens, Verkaufsleiter Körber Schleifring GmbH Hamburg, die mit der Studer AG in Thun einen starken Schweizer Standort hat: «Wir sind sehr zufrieden, dass wir nach der Rekordmesse 2007, von der wir dachten, sie sei nicht zu toppen, jetzt noch einmal einen draufsetzen konnten. Bei den Maschinenverkäufen haben wir nochmals das Rekordergebnis von damals übertroffen. Wir haben an die 100 Maschinen verkauft. Das ist für uns sehr viel, denn das sind ja alles Investitionsgüter, die zwischen 150 000 und einer Million Euro pro Stück kosten.»
Somit können die Aufträge jetzt peu à peu abgearbeitet werden und man kann sich mit neuem Schwung auf die nächste EMO Hannover in 2013 hoffentlich optimal vorbereiten, um vom Weltmarkt zu profitieren. <<
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