500 % plus: Werkzeuge für Knochenschrauben - Sandvik AG

Redakteur: Matthias Böhm

>> In der Medizintechnik kommt es auf präzise Bearbeitung und enge Toleranzen an, wie z.B. bei der Fertigung von Knochenschrauben oder anderen medizintechnischen Kleinteilen und Mikrokomponenten. Das schnelle und prozesssichere Herstellen von Gewinden ist hier eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund hat Sandvik Coromant jetzt neue Schneidplatten und Halter für den Coromill 325 zum Einsatz auf Langdrehautomaten entwickelt, durch die die Produktionsprozesse deutlich optimiert werden können.

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Zu sehen auf der EMO: der neue CoroMill 325 mit GC1105-Schneidplatten zum Gewindewirbeln. (Bild: Sandvik)
Zu sehen auf der EMO: der neue CoroMill 325 mit GC1105-Schneidplatten zum Gewindewirbeln. (Bild: Sandvik)

In Praxistests hat die neue Lösung bereits punkten können: Bei Testläufen mit einem Langdrehautomaten von Tsugami, auf dem Knochenschrauben aus Titan (Ti-6Al-4V) gefertigt werden, hat der Einsatz des CoroMill 325 – im Vergleich zu einer Wettbewerbslösung – zu einer fünfhundertprozentigen Steigerung bei der Anzahl der gefertigten Komponenten geführt. Im Vergleich zu nur 215 Komponenten (mit der Vergleichslösung), konnten insgesamt 1100 HA4-Gewinde (3,5 mm Durchmesser x 1 mm Gewindesteigung x 25 mm Länge) während einer Standzeit bearbeitet werden.

Das Gewindewirbeln kann durch seine höhere Geschwindigkeit in vielen Fällen die bessere Alternative zum Einzahn-Gewindeschneiden sein – der gleichmässige, tangentiale Schneidvorgang minimiert Schnittkräfte und ermöglicht hohe Zerspanungsraten.

Da nach dem Gewindewirbeln keine Endbearbeitung mehr erforderlich ist, können aufgrund der Stabilität von Langdrehautomaten im Gegensatz zum Einzahn-Gewindeschneiden präzise bearbeitete Gewinde in nur einem Durchgang gefertigt werden. Das Ergebnis ist, insbesondere in der Reihenproduktion von medizinischen Komponenten, eine gesteigerte Produktivität und Wirtschaftlichkeit in der Bearbeitung. Die neue Lösung von Sandvik Coromant ist prozesssicher und mit verschiedensten Langdrehautomaten, beispielsweise mit den Maschinen von Citizen, Star, Tsugami oder Tornos, kompatibel.

Schnell und unkompliziert eingesetzt

Um Stillstandszeiten zu reduzieren, können die neuen Wendeschneidplatten in den Gewirbelringen schnell und unkompliziert eingesetzt und ausgetauscht werden. Somit muss der Maschinenbediener nur noch den Wirbelring auf der Spindel anbringen, die Spindel im Verhältnis zum gewünschten Steigungswinkel der Schraube kippen und die Ringschraube anziehen. Um den Zerspanungsvorgang zu starten, werden daraufhin die Aussermittigkeit des Rings im Verhältnis zum Gewindedurchmesser programmiert und Wirbelring und Werkstück in die gleiche Richtung (Gleichlauffräsen) gebracht – durch diese wenigen notwendigen Handgriffe werden die Rüstzeiten entscheidend reduziert.

Standards für medizinische Schrauben

Standardwendeschneidplatten für HA- und HB-Gewinde passen in alle Gewirbelringe des CoroMill 325 und entsprechen dem Gewindestandard ISO 5835-1991 für medizinische Schrauben. Darüber hinaus bietet Sandvik Coromant ein breites Sortiment an Sonderwendeplatten an. Alle Wendeplatten zum Gewindewirbeln sind in der Sorte GC1105 erhältlich, die für den Einsatz in der Medizintechnik optimal ausgelegt ist. GC1105 bietet bei der Bearbeitung in rostfreien Stählen und Titan schärfere Schneiden sowie eine gratfreie Oberfläche und ist ideal geeignet für die stabilen Bearbeitungsbedingungen auf Langdrehautomaten. <<

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