Userverhalten im Online-Handel

6 Tipps für mehr Verkäufe durch kontextbasierte Personalisierung

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3. Experimentieren als Erfolgsfaktor

Internetgiganten wie eBay oder Amazon haben ihren Erfolg nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sie niemals stillstehen. Sie haben kontinuierlich randomisierte, kontrollierte Studien durchgeführt, um zu untersuchen, wie Menschen auf Veränderungen reagieren. Kontinuierliches, profundes Experimentieren hilft Unternehmen, sich stetig zu verbessern und ihr Portfolio immer mehr auf Kundenwünsche zuzuschneiden.

4. Mit einfacher, bequemer Customer Experience die Nase vorn

Es hört sich fast schon zu simpel an, ist aber Tatsache: Wer dem Kunden das gibt, was er sich intuitiv wünscht, wird damit seine Conversion Rate erhöhen. Eine gute Customer Experience ist daher unerlässlich. Einfache, unaufdringliche Kommunikation über alle Touchpoints hinweg führt zu einem positiven Erlebnis, das die Chance auf mehr Verkäufe deutlich begünstigt.

5. Design und Gestaltung stehen im Vordergrund

Bücher werden zunächst nach ihrem Einband und nach ihrem Titel beurteilt. Auch das zeigt, dass der intuitiv denkende Mensch sich Ankerpunkte sucht, nach denen er Dinge möglichst einfach und bequem beurteilen kann. Form und Funktion gehören folglich zusammen. Für den E-Commerce heisst das, dass neben dem Inhalt vor allem ein ansprechendes Design entscheidet, wenn es um Verkaufserfolge geht. Dabei darf die Bedienbarkeit natürlich nicht vernachlässigt werden. Gutes Design vermeidet Konversionshürden. Welches Design gut funktioniert? Testen Sie es! In kaum einem Bereich ist dies einfacher als im E-Commerce.

6. Auf das Timing kommt es an

Neben dem Kontext und der Personalisierung ist das Timing einer Botschaft ein wichtiger Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Typischerweise wird mit Smartphones nach Produkten gesucht oder recherchiert, seltener gekauft. Meist sind es günstigere Artikel die tatsächlich unterwegs bestellt werden. Hochpreisige Produkte wie Fernseher werden nach wie vor am meisten über Desktops oder Laptops vermehrt mittlerweile auch über Tablets gekauft. Solche Analysen können Sie sich zunutze machen: Soll Ihr Newsletter hochpreisige Produkte bewerben? Schicken Sie ihn abends. Geht es hingegen um Kleidungs-Accessoires berücksichtigen Sie aktuelle Wetter-Informationen und schicken Ihren Usern auf dem Weg zur Arbeit Newsletter zu Sonnenbrillen oder Handschuhen.

Fazit:

User surfen häufig unbewusst im Netz und lassen sich von ihrer Intuition leiten. Sie sind auf der Suche nach möglichst einfachen Informationen, die zu ihren persönlichen Wünschen passen. Gerade darin liegt die Chance für den E-Commerce.

Die Verhaltenspsychologie zeigt, dass Kontext und Personalisierung die beiden wichtigsten Variablen im Kommunikationsmix sind. Kontextbezogene, personalisierte Botschaften zur richtigen Zeit helfen, Kunden besser zu adressieren und damit die Verkaufszahlen zu erhöhen. Heute stehen sowohl Technologien als auch individuelle Analysen zu Surfverhalten auf breiter Basis zur Verfügung, auf deren Grundlage eine gezielte Ansprache möglich ist.

Am stärksten werden von Big Data die Unternehmen profitieren, die den daraus resultierenden Wettbewerbsvorteil als erste nutzen. Machen Sie es Ihren Usern einfach, sich für Ihr Angebot zu entscheiden. Erzeugen Sie mit relevanten Angeboten zur richtigen Zeit am richtigen Ort die höchste Resonanz.

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Über den Autor:

Oliver Dohle
Oliver Dohle
( Bildquelle: Webtrends )

Nach seinem Studium des Wirtschafts-Ingenieurwesens war Oliver Dohle sechs Jahre für die Projektleitung und Konzeption einer Marketing-Agentur zuständig, wo er die Ressorts „Online“ und „MarCom“ für den deutschen und schweizer Markt betreute. 2012 wechselte er zu Webtrends, wo er seit 2014 als Territory Manager für Central Europe II tätig ist.

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