Adval Tech von Rezession hart getroffen
Die Adval Tech Gruppe blickt auf ein ausgesprochen schwieriges Geschäftsjahr zurück. Den Tiefpunkt der negativen Entwicklung erreichte die Gruppe im ersten Quartal 2009. Dank mehr Umsatz und sehr früh eingeleiteten Sparmassnahmen fiel das zweite Semester aber deutlich besser aus als das erste.
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Die globale Rezession hat die Gruppe in ihren drei Schlüsselmärkten Automobil, Medizinaltechnik und Konsumgüter hart getroffen. Die Jahres-Gesamtleistung der Gruppe ist mit 297,7 Mio. CHF um 118,9 Mio. CHF oder 29% tiefer als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) fiel mit -23,3 Mio. CHF (Vorjahr: -1,3 Mio. CHF) negativ aus, genauso wie das Unternehmensergebnis von -27,0 Mio. CHF (Vorjahr: -9,2 Mio. CHF). Neben der schlechten wirtschaftlichen Situation haben auch hohe Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Redimensionierung des Werkzeugbaustandortes in Muri (Schweiz) und der eingeleiteten Schliessung der Produktionsstätte in Merenschwand (Schweiz) das Ergebnis belastet. Am stärksten litt Adval Tech am Umsatzeinbruch im für die Gruppe so wichtigen Automobilzuliefermarkt. Die globale Rezession belastete aber auch das Komponentengeschäft und das Werkzeuggeschäft für die Medizinal- und Konsumgüterindustrie massiv. Den Tiefpunkt in der negativen Entwicklung erreichte die Gruppe im ersten Quartal des Berichtsjahres. Im zweiten Quartal 2009 zeichnete sich eine Trendwende ab, dank mehr Umsatz in einigen Marktsegmenten und aufgrund der positiven Effekte der bereits sehr früh eingeleiteten Sparmassnahmen. Durch Stellenabbau und Kurzarbeit hat Adval Tech die Personalkosten deutlich reduziert. StrategieumsetzungDie Akquisition eines ersten Grossauftrags direkt von einem Automobilhersteller entspricht der Strategie, die Gruppe als globalen Technologie- und Wertschöpfungspartner zu positionieren: BMW hat Adval Tech den Auftrag zur Entwicklung und Produktion von zwölf Bauteilen für die neue Generation der 1er und 3er Baureihen erteilt. Die Produkt- und Prozessentwicklung wurde gemeinsam mit BMW im August 2009 gestartet. Adval Tech wird die zwölf Bauteile ab Ende 2011in hoher Auflage produzieren.Auch beim Ausbau der globalen Position im Medizinaltechnikmarkt hat Adval Tech erste Erfolge erzielt. So konnte sich die Gruppe an der Industrialisierung eines innovativen Nadelschutzkappensystems für Glasspritzen beteiligen und hat jetzt die Aufträge für erste Werkzeuge und die Vorserienproduktion erhalten. Dank der starken Marktposition in Europa und dem eigenen Produktionsstandort in Mexiko wurde Adval Tech zudem von einem grossen Pharmazulieferer als globaler Vorzugslieferant nominiert. Marktabklärungen in Asien haben des Weiteren gezeigt, dass der Zeitpunkt für einen Markteinstieg mit eigener Produktionsplattform vor Ort sehr günstig ist. Die globale Pharmaindustrie baut zunehmend Produktionskapazitäten in Chinaauf.
