Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2025 in einem anspruchsvollen Umfeld an Dynamik gewonnen.
(Bild: Dätwyler)
Dätwyler erzielte im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatz von CHF 563.0 Mio. (Vorjahr CHF 572.5 Mio.). Währungsbereinigt entspricht das einem Wachstum von 1.3 Prozent zum Vorjahr. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 lag der Zuwachs bei 5.2 Prozent. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren der Produktionsstart neuer attraktiver Healthcare-Produkte und eine positive Entwicklung im Segment Food & Beverage – das kompensierte weitgehend eine schwächere Nachfrage im Automobilgeschäft. Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens belastete den Umsatz mit CHF 16.7 Mio. bzw. 2.9 Prozent, operativ blieben die Auswirkungen gering.
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg trotz negativer Währungseinflüsse auf CHF 68.9 Mio. (Vorjahr CHF 67.5 Mio.), was einer verbesserten EBIT-Marge von 12.2 Prozent (Vorjahr 11.8 Prozent) entspricht. Getragen wurde diese Entwicklung im Wesentlichen durch Skaleneffekte, einen verbesserten Produktmix, Effizienzgewinne und gezielte Kosteneinsparungen. Ein leicht höherer Finanzaufwand und ein höherer Steueraufwand führten zu einem Nettoergebnis von CHF 37.9 Mio. (Vorjahr CHF 38.6 Mio.). Das Nettoergebnis pro Aktie stellte sich bei CHF 2.23 ein (Vorjahr CHF 2.27). Beide Divisionen gewannen in den ersten sechs Monaten erfolgreich Neugeschäft und verfügen damit über eine solide Projektpipeline – ein Nachweis für die starke Marktposition als Partner für systemkritische Elastomerkomponenten in anspruchsvollen Anwendungen.
Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld ein starkes Zeichen gesetzt und wichtige Fortschritte erzielt. Mit unseren strategischen Prioritäten und dem Programm «ForwardNow» verfolgen wir einen klaren Plan – und setzen diesen konsequent um. Wir sind auf Kurs und blicken mit Zuversicht in die Zukunft, getragen von den langfristigen Wachstumstrends in unseren Märkten.
Volker Cwielong, CEO von Dätwyler
Division Healthcare: Nachfrageerholung und erfolgreicher Produktionsstart von Neuaufträgen
Die Division Healthcare erzielte im ersten Halbjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5.8 Prozent auf CHF 236.8 Mio. (Vorjahr CHF 230.7 Mio.). Nach einem verhaltenen Jahresstart zog die Nachfrage im zweiten Quartal spürbar an – laut Dätwyler ein Zeichen dafür, dass der Lagerabbau bei den Kunden weitgehend abgeschlossen sei und sich der Markt zunehmend normalisiere. Mehrere Projekte mit NeoFlex-Kolbenstopfen für vorgefüllte Spritzen starteten erfolgreich in die Serienproduktion. Auch die Fertigung von Komponenten für ein führendes Medikament zur Gewichtsreduktion (GLP-1) lief planmässig an. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 12.6 Prozent auf CHF 40.1 Mio. (Vorjahr CHF 35.6 Mio.) und die EBIT-Marge verbesserte sich um 150 Basispunkte auf 16.9 Prozent (Vorjahr 15.4 Prozent). Die positive Entwicklung sei auf höhere Anlagenauslastung, einen verbesserten Produktmix, gezielte Effizienzsteigerungen und einen verstärkt wertbasierten Vertriebsansatz zurückzuführen.
Division Industrial: Zollkonflikte bremsen Nachfrage – Fokus auf margenstarke Projekte
Die Division Industrial erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von CHF 329.3 Mio. (Vorjahr CHF 343.4 Mio.), währungsbereinigt ein Rückgang um 1.4 Prozent. Anhaltende Handels- und Zollkonflikte sorgten für Verunsicherung und dämpften die Nachfrage in verschiedene Industriemärkten – dank einer lokalen Produktionsstrategie sei Dätwyler hier gut positioniert. Der lokale Produktabsatz für batterieelektrische Fahrzeuge in China entwickelte sich weiterhin positiv. Im Energiemarkt blieb die Nachfrageerholung hingegen noch unter den Erwartungen. Dätwyler setzt auch in einem anspruchsvollen Umfeld klar auf innovative und margenstarke Produkte. Das Geschäft im Bereich Food & Beverage wuchs solide – gestützt durch neue Lieferverträge und Kapazitätserweiterungen für Kaffeekapseln. Der EBIT erreichte CHF 28.8 Mio. (Vorjahr CHF 31.9 Mio.), die Marge lag bei 8.7 Prozent (Vorjahr 9.3 Prozent).
Transformationsprogramm «ForwardNow» auf Kurs
Das im Dezember 2024 gestartete Programm «ForwardNow» zeigt bereits gute Fortschritte. Die geplanten Optimierungsmassnahmen greifen, der Zielbeitrag für 2025 sei erreichbar. Im Fokus stehen vier Handlungsfelder: Optimierung des Produktionsnetzwerks, kommerzielle Exzellenz, Straffung des Portfolios und ein zukunftsfähiges Betriebsmodell.
Straffung des U.S.-Produktionsnetzwerks
Dätwyler schliesst den Standort Vandalia (Ohio) bis Ende September 2025. Produktion und Vertrieb werden auf zwei bestehende US-Standorte verlagert. Damit werde nicht nur das Produktionsnetzwerk gestrafft, sondern auch das Produkt- und Kundenportfolio gezielt fokussiert.
Effizientere Konzernstruktur und Neuausrichtung der Division Industrial
Die Konzernfunktion Nachhaltigkeit & Operative Exzellenz wurde in bestehende Strukturen integriert. Die Konzernleitung umfasst damit seit dem 1. Juni 2025 nur noch fünf Mitglieder und konzentriert sich auf die Divisionen Healthcare und Industrial sowie die Konzernfunktionen Finanzen und Technologie & Innovation.
Zum 1. April 2025 wurden die Business Units Mobility und Connectors zur neuen Einheit Transportation & Electronics innerhalb der Division Industrial zusammengeführt. Mit regional klar zugewiesenen Vertriebsverantwortlichkeiten und einem modularen Organisationsmodell – gegliedert nach Regionen und globalen Produktlinien – sei die Organisation besser aufgestellt. Die regionalen Produktionseinheiten sind nun direkt dem Divisionsleiter unterstellt, um Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette besser zu nutzen.
Ausblick: Besser aufgestellt für weiteres Wachstum
Für das zweite Halbjahr 2025 zeichnen sich in den Dätwyler Absatzmärkten unterschiedliche Entwicklungen ab. Die Stimmung in den Automobil- und Industriemärkten werde stark von der weiteren Entwicklung der globalen Handels- und Zollkonflikte geprägt sein. Dank der global ausgerichteten Produktionsstrategie mit eigenen Werken in Asien, Europa und Amerika ist Dätwyler in beiden Divisionen gut positioniert. Die direkten Auswirkungen bleiben daher voraussichtlich gering, die Unsicherheiten belasten jedoch die Investitionsbereitschaft in einzelnen Märkten. Im Bereich Food & Beverage erwartet das Unternehmen ein solides Nachfrage- und Umsatzwachstum, das durch zusätzliche Lieferverträge und den Ausbau der Produktionskapazitäten gestützt wird.
Stand vom 30.10.2020
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In der Division Healthcare ist Dätwyler zuversichtlich, dass sich die Erholungs- und Wachstumstrends auch im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen. Der Hochlauf neuer Komponenten für attraktive Kundenprojekte sowie die steigende Nachfrage in bestehenden Kundenprogrammen sollten das Volumenwachstum weiter stützen. Dätwyler geht davon aus, dass dadurch die übliche saisonale Abschwächung im zweiten Halbjahr weitgehend kompensiert wird und eine kontinuierliche Steigerung von Umsatz und Profitabilität möglich ist.
Mit gezielten Investitionen in Innovations- und Wachstumsprojekte sowie der konsequenten Umsetzung des Transformationsprogramms «ForwardNow» schafft das Unternehmen die Grundlage, um langfristig überdurchschnittlich vom Wachstum in den Absatzmärkten zu profitieren. Entsprechend hält Dätwyler an den kommunizierten mittelfristigen Finanzzielen fest.