Arbonia Forster mit rückläufigem Umsatz
Dem Einbruch der Absatzmärkte konnte sich die AFG Arbonia-Forster-Holding AG, international tätiger Bauzulieferungs- und Technologiekonzern im vergangenen Geschäftsjahr nicht entziehen. Mit einem Umsatz von CHF 1‘384.2 Mio. verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 11.9% gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt -9.1%).
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Edgar Oehler, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats meinte zur negativen Umsatzentwicklung, dass die eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen sowie die guten Zugewinne in anderen Absatzmärkten den drastischen Einbruch nicht ausgleichen konnten. Trotzdem sei man mit dem erreichten Resultat in anbetracht der weltweiten Finanzkrise und den damit verbundenen Probleme in der Realwirtschaft durchaus zufrieden, so Oehler weiter. Die Entwicklung der einzelnen Divisionen verlief unterschiedlich. Die baunahen Unternehmensbereiche (Heiztechnik und Sanitär/Küche und Kühlen/Fenster und Türen) litten weniger unter dem Markteinbruch als die Technologie-Divisionen Stahltechnik und Oberflächentechnik. Die Stahltechnik litt vor allem unter den Schwierigkeiten, denen sich die Automobil- und Maschinenbranche weltweit ausgesetzt sahen.Die Sparte Oberflächentechnik litt hauptäschlich unter dem Einbruch der Nachfrage seitens der Druckmaschinenhersteller. Die Erfolgsrechnung 2009 wird nicht nur von der konjunkturellen Entwicklung geprägt sein, sondern auch von Sonderfaktoren (Abschreibungen auf Goodwill). Dies dürfte trotz den rasch eingeleiteten und ertragswirksamen Kostensenkungsmassnahmen für 2009 zu einem gegenüber dem Vorjahr schwächeren EBIT und einem negativen Jahresergebnis führen. Im laufenden Jahr dürfte die Talsohle in den meisten für die AFG bedeutenden Industrien international erreicht sein. Die überraschend widerstandsfähige Bauwirtschaft in den Heimmärkten wird weiterhin eine wichtige Stütze für die drei baunahen Divisionen und damit auch für die Gruppe sein. Edgar Oehler geht deshalb davon aus, dass die AFG 2010 sowohl umsatz- als auch ertragsmässig wieder Fortschritte machen wird. Wie gross diese sein werden, lässt sich allerdings zurzeit nicht abschätzen.
