Ausflug der Dachorganisation ins Berner Oberland
>> Der jährliche Betriebsausflug war für alle ein Erlebnis. Ständiger Begleiter war diesmal der Regen, der jedes Mal für eine Besichtigung von Sehenswürdigkeiten ein Einsehen mit den Ausflüglern hatte. Doch trotz des Regens haben die Teilnehmer sehr viel Energie getankt.
Anbieter zum Thema

CB. In strömendem Regen fanden sich die Mitarbeitenden der SWISSMECHANIC-Dachorganisation am Mittwoch, 13. Juli, in aller Herrgottsfrühe vollzählig vor dem Car ein. Robert hatte auch diesmal wieder in seinem gewaltigen Rekognoszierungsschatz für uns gegraben. Dieses Mal wollte er uns ein paar Berner-Oberländer Delikatessen servieren. Zu unserer Schar war auch der langjährige Kollege Oskar gestossen, der altershalber eben erst im letzten Dezember von Bord des SWISSMECHANIC-Schiffleins gegangen war. Mit den für ihn typischen Bonmots unterhielt er den ganzen Bus, bis Sarnen, wo schliesslich die Rechtsabteilung und ein Drittel der VMTW-Belegschaft zustiegen. Nach kurzem Einkaufshalt beim Freilichtmuseum Ballenberg, wo man sich mit Holzkohle, Dauernahrung und Schwingerhemden (!) eindeckte, langte man bei den imposanten Giessbachfällen an. Die Giessbachfälle sind ein einzigartiges Naturmonument von einer atemberaubenden Macht und Schönheit. In wunderbar abgemessener Distanz steht das von Franz Weber und seiner Stiftung gerettete Hotel. Man kann zu dem umtriebigen Basler stehen wie auch immer, mit der Rettung des Hotels hat er etwas für das kulturelle Erbe der Schweiz getan, wie wir alle einstimmig zugeben mussten. Man kann die Fälle und die Berner Seen zugleich sehen. Nur dort, wo wir Interlaken vermuteten, sahen wir leider nur Weiss. Aber es war ein freundliches Weiss, in dem wir uns umso mehr auf die Einzigartigkeiten unserer Exkursion und auf die Gespräche miteinander einlassen konnten. Etwas später schilderte uns Robert, wie er vor Jahrzehnten über das verfallene Gelände gestapft war und er sich damals nie hätte denken können, dass dieser Ort je wieder erstehen würde. In den geschmackvoll restaurierten Jugendstil-Räumen wurde uns zu Mittag ein gediegener kleiner Imbiss serviert, auf dass man gestärkt die Standseilbahn zum Dampfschiff der Brienzerseeflotte besteigen konnte.
Der Raddampfer «Lötschberg» brachte uns nach Iseltwald. Im Herrensalon liessen es sich ein paar Herren bei Grappa gutgehen und den Geschäftsführer hochleben. Schade, hat er es nicht gehört und die Runde übernommen. Von dort war es nicht mehr weit zu den Trümmelbachfällen, unserer nächsten Station. Aus dem leicht nieselnden Regen stieg unsere tapfere Schar in die dröhnenden, stiebenden und schäumenden Schluchten. Nun am Trockenen, durften wir an den 15 übereinanderliegenden, zugänglichen Grotten die gewaltige Wucht des im Berginnern von der Jungfrau herunterstiebenden Wassers auf uns wirken lassen. Nicht auszudenken, wie viele Megawatt Energie mit einer gewöhnlichen Kaplanturbine da schon abgeschöpft werden könnten. Zum Glück kennt der Schweizer Energiehunger noch Grenzen und respektiert derart einmalige Naturwunder, wie es die Trümmelbachfälle fürwahr sind.
Erschlagen von der Wucht der Wassergewalten nahmen wir den Weg über die A1 zurück durchs Mittelland. Im Restaurant Eigenhof in Weinfelden fand unser Ausflug seinen Höhepunkt in der Kochkunst des Patrons, der uns aus den Meeren, Gärten und Weiden dieser Welt vom Besten servierte. Robert ergriff die Gelegenheit, um ein paar Mutationen innerhalb der Dachorganisation bekannt zu geben, und durfte mit Genugtuung den gediegenen Applaus empfangen für den gelungenen Ausflug, trotz des Widerstands von Petrus, des Feierabendstaus auf der Autobahn und der ständigen Kursbewegungen am Devisenmarkt. <<
(ID:29062020)
