Die Anderson Electric Controls (AEC) rüstet unter anderem Prüfstände für Elektrofahrzeuge und Antriebsbatterien aus. Dafür entwickelten und verwirklichten die Konstrukteure der Helukabel GmbH, Hemmingen, spezifisch konzipierte Anschlussleitungen.
Anderson Electric Controls, Inc. in Kent / USA entwickelt und installiert Prüfstände speziell für Fahrzeugbatterien zur E-Mobilität.
(Bild: Helukabel)
Ihre Wurzeln hat die Anderson Electric Controls, Inc. (AEC), Kent (Washington/USA), in Steuerungstechnik für Tunnelbohrmaschinen. Kontinuierlich hat sie ihr Portfolio um mehrere andere Geschäftsfelder ergänzt. Das betrifft inzwischen Prüfstände für Erstausrüster in der Automobilindustrie. Dazu sagt Steven Hansen, Technischer Leiter bei AEC: «Zum Einsatz kommen spezielle Prüfstände, auf denen sich unterschiedlichste Funktionen und Szenarien unter realitätsnahen Bedingungen testen lassen. Wir entwickeln und liefern für unsere Kunden zum Beispiel Cycler- und Emulationssysteme für Batterien.»
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Batterieeigenschaften simulieren
Zur Technik der Prüfstände führt Steven Hansen, Technischer Leiter bei AEC weiter aus: «Cycler sind elektrische Vorrichtungen. Sie simulieren auf Prüfständen das Verhalten einer realen Fahrzeugbatterie. Kapazität, Ladezustand und Aufbau der Batteriezellen lassen sich dabei flexibel parametrieren. Somit können Anwender unterschiedliche Batterietypen und Einsatzumgebungen nachbilden.»
«Automobilhersteller nutzen diese Systeme, um das Verhalten von Antriebsbatterien und Bordnetzen in ihren Fahrzeugen zu testen und zu optimieren. Auch können sie damit die zu erwartende Leistung der noch nicht eingebauten Fahrzeugbatterie ermitteln sowie Lade-, Kapazitäts-, Effizienz- oder Sicherheitsprobleme identifizieren», ergänzt Ron Hansen.
Zunehmend elektrisch mobil
Die Zahl der weltweiten Neuzulassungen von Elektroautos ist von rund 128'000 im Jahr 2012 auf rund 17 Millionen im Jahr 2024 gestiegen. Verantwortlich dafür sind nicht nur das gestiegene Umweltbewusstsein der Menschen oder unterschiedliche Förder- und Subventionsprogramme, sondern auch die stetige technische Weiterentwicklung. E-Autos haben eine immer bessere Reichweite, die Ladeinfrastruktur wird flächendeckend besser und die Ladezeiten kürzer. Das macht E-Mobilität zunehmend attraktiver.
Das Herzstück jedes Elektrofahrzeugs ist die Batterie. Sie bestimmt, wie weit der Nutzer nach einem Ladezyklus kommt und wieviel Zeit er für den Ladevorgang einplanen muss. Für eine bestmögliche Performance tüfteln Batteriehersteller kontinuierlich daran, die Akkus einerseits immer kompakter und leichter und gleichzeitig stärker und leistungsfähiger zu machen. Auch Automobilkonzerne investieren in Forschung und Entwicklung, um Fahrzeuge und Batterien weiter zu verbessern.
Die Ausstattung der Prüfsysteme passt AEC individuell an spezifische Forderungen an, Das betraf jüngst einen internationalen Automobilhersteller, der für eine Produktion in den USA einen Prüfstand für Elektrofahrzeuge benötigte. Die Antriebsbatterien mit dem Cycler zu verbinden erfordert spezielle Anschlussleitungen. «Eine Herausforderung waren hohe Spannungen von 2 kV und mehr, die während des Testverfahrens an den elektrischen Leitungen anliegen», berichtet Matt Tavares, Maschinenbauingenieur bei AEC, und erläutert weiter: «Gefordert waren ausserdem eine UL-Zulassung, eine sogenannte TC-ER-Zertifizierung für die offene Verlegung sowie eine niedrige Induktivität, um EMV-Störungen zu vermeiden.»
Mit einer Standardleitung liessen sich diese komplexen Vorgaben nicht erfüllen. Bei der Recherche nach einem qualifizierten Zulieferer für Kabel fanden die Experten von AEC Helukabel. Der international tätige Hersteller elektrischer Verbindungstechnik ist auch in den USA mit einer Tochtergesellschaft vertreten. «In mehreren Gesprächen konnten wir uns davon überzeugen, dass wir mit Helukabel den richtigen Partner für dieses Projekt gefunden hatten», erinnert sich Matt Tavares.
Individuell angepasst
Nachdem alle Einzelheiten geklärt waren, begannen Konstrukteure beim Kabelhersteller, eine Anschlussleitung für den geplanten Batterieprüfstand zu entwerfen. «Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung kundenspezifischer Elektrokabel und haben dafür eigene Expertenteams. Die gewünschten Produkteigenschaften zu realisieren, war daher kein Problem», berichtet David Newton, zuständiger Regional Sales Manager.
Die eigens für AEC entwickelte Leitung überzeugt unter anderem durch ihre gute Beständigkeit gegen Öl und Feuchtigkeit. Darüber hinaus verfügt sie über eine TC-ER-Zulassung. Sie darf auch ohne ein Rohr oder einen geschlossenen Kabelkanal verlegt werden. «Selbstverständlich haben unsere Techniker auch die benötigte Zulassung durch die in den USA führende Zertifizierungsorganisation Underwriter’s Laboratory (UL) erwirkt», ergänzt David Newton.
Kurzfristig verwirklicht
Als besonderen Vorteil der Zusammenarbeit mit Helukabel sehen die Techniker bei AEC die rasche Realisierung spezifischer Projekte. Dazu sagt Matt Tavares: «Bei anderen Herstellern waren uns die Vorlaufzeiten schlichtweg zu lang, so dass wir wiederum unseren Kunden hätten warten lassen müssen. Helukabel hat uns schnell, kompetent und zuverlässig Anschlussleitungen geliefert, die all unseren Vorstellungen entsprechen. Das sei Anlass, auch bei weiteren Projekten mit dem Kabelhersteller gemeinsam spezifische elektrische Leitungen zu entwickeln und zu installieren.
(kmu)
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Stand vom 30.10.2020
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